Mittwoch, 13. Juni 2012

Stephen King - Different Seasons

Frühlingserwachen: Rita Hayworth and the Shawshank Redemption
Aus gutem Grund wähle ich die englischen Titel, die besser sind als die deutschen...

Inhalt: 1947 wird Andrew Dufresne wegen Mordes an seiner Frau und ihres Liebhabers zu zweimal lebenslänglich verurteilt. Dass er unschuldig ist, kann er vor Gericht nicht beweisen. In den bitteren Knastjahren freundet er sich mit Red an, einem ebenfalls zu lebenslänglich Verurteiltem. Andy sitzt über 20 Jahre ein, bis er versucht, auf spektakuläre Weise zu fliehen ...
Ich wusste nicht sehr viel, außer dem Titel und da die Geschichte nur etwas mehr als 110 Seiten hat, war sie auch schnell gelesen. Keine Horror-Story ausnahmsweise, sondern eine schöne, nachdenkliche und traurige Geschichte. Die Charaktere, allen voran Andy, sind wirklich richtig genial geschrieben. Steve schildert grandios das Leben in einem gefürchteten Gefängnis - ohne Rücksicht auf Verluste.
Der Gefängnisalltag, tyrannische Wärter, die Mutlosigkeit der Lebenslänglichen und die Probleme wenn man rauskommen sollte... Am Beispiel des Bibliotheksführers. (Da sind Buch und Film aber unterschiedlich.)
Eine wirklich interessante Geschichte - dagegen hätte vielleicht nichtmal unsere Deutschlehrerin etwas einzuwenden.

Sommergewitter: Der Musterschüler
Die einzige Horrorgeschichte dieses Bandes...
Inhalt: Todd Bowden, 13 Jahre und gut in der Schule, findet heraus, dass der alte Arthur Denker in Wahrheit der Nazi-Verbrecher Kurt Dussander ist. Er erpresst ihn, um mehr herauszufinden - bald haben beide sich gegenseitig im Griff. Und die Horrorgeschichten bleiben für den Jungen bei weitem nicht folgenlos...
Ich hatte gehört, dass die Geschichte ganz schön übel sein sollte. Ich hatte es mir irgendwie schlimmer vorgestellt, aber für Horror-Einsteiger ist das auch wieder nichts. Das ist eher ein Thriller als "klassischer" Horror. Ein Zufall, dass wir genau dieses Thema gerade in Geschichte behandelt haben. Man merkt von Anfang an, dass der Junge unmöglich normal sein kann, weil er direkt auf den ersten paar Seiten beginnt Dussander zu erpressen. Es war klar, dass er irgendwann durchdreht.
Was ich igendwie schlimm fand, war die arme Katze, die Dussander tötet. Traurig...
Eine spannende und zugegeben etwas erschreckende, aber sehr gute Geschichte.

Herbstsonate: Die Leiche
Verfilmt als Stand by me ist das wohl eine der bekanntesten King'schen Nicht-Horror-Geschichten.
Inhalt: Vier ganz normale Stadtjungen haben durch Zufall mitbekommen, dass ein seit mehreren Tagen vermisster Junge irgendwo draußen in den Wäldern von einem Zug angefahren wurde und tot neben den Gleisen liegt. Ihren Eltern sagen die Jungen, dass sie zwei Tage zum Zelten gehen, aber in Wirklichkeit machen sie sich auf den abenteuerlichen Weg in die Wälder. Sie wollen einmal einen Toten sehen.
Ich kannte schon Teile des Films (wenn auch nicht viel) und wusste in etwa, was alles passiert, aber die Geschichte war gut zu lesen (natürlich ist hier kein großartiger Grusel, außer die Sache mit dem seltsamen Schrei). Am besten fand ich natürlich Chris Chambers, der der coolste der Jungen war - mutig und intlligent. Natürlich war es am Ende sehr schade, aber: Es gibt eben nicht immer ein Happy End. (Zum wievielten Mal benutze ich den Satz jetzt?)
Etwas überraschend, dass innerhalb der Geschichte noch zwei Geschichten vorkamen. Beides Werke des Meisters persönlich. "Die Rache von Schmalzarsch Hogan" (ich konnte nicht mehr, saukomisch) und "Hurenstadt" (konnte ich nichts mit anfangen...).Und wie so oft wird Erzähler Gordon später Schriftsteller.
Die Geschichte war auf jeden Fall schön, irgendwas zwischen abenteuerlich und melodramatisch. Zwölfjährige als Protagonisten kennt der Dauerleser ja schon, stimmts?


Wintermärchen: Atemtechnik
Konnte mir nicht wirklich etwas vorstellen... Außerdem war die Inhaltsangabe Quatsch.
Inhalt: Im Mittelpunkt der 90seitigen Novelle steht die junge, schwangere und fast mittellose Sandra Stansfield. Die Geschichte wird Mitte der 70er Jahre von Emlyn McCarron berichtet und seine Zuhörer sind David Adley, Peter Andrews und George Gregson, Mitglieder im geheimnisvollen Privatclub „Der Club“ in einem alten Backsteinhaus in der 249 B East Street in Manhattan, New York, in dem sich eine seltsame Schar Männer regelmäßig trifft, um sich ungewöhnliche Geschichten zu erzählen.
Ich war etwas verwirrt, da etwa die Hälfte der Geschichte in dem Club spielt. Den ich übrigens wirklich seltsam finde. Vielleicht ist die Tür eine Schwachstelle, aber mit diesen Dingen kenne ich mich nicht sonderlich gut aus. Jedenfalls ist der Club sehr seltsam.
Die Geschichte selber geht gegen Ende auch eher in richtung Horror. Noch mehr als die anderen. Endlich wieder typischer Grusel. Gute Geschichte und für harmlose Gemüter ncihts für Abends/Nachts ;)

Zitat des Tages (zu Der Musterschüler): "Aha...?! Was für ein Psycho..."

~Lex

Dienstag, 12. Juni 2012

Tornado - Der Zorn des Himmels

Inhalt: Als Jan in Oklahoma seinen Kollegen durch einen Tornado verliert, kommt er zurück nach Deutschland. Seine blinde Schwester Sophie und sein Ex-Kollege und Freund Andreas sind zusammen, seine Ex-Freundin Eva hat einen neuen - Bruno. Von seinem Vater wird er nicht sehr freundlich empfangen. 280 km und kurz darauf 100km vor Berlin ereigenen sich Tornados. Aber niemand glaubt Jan...

Eine Pro7-Produktion, die auf Kabel 1 läuft. Was für ein Salat. Aber für einen deutschen Film (sogar für eine Fernsehproduktion) ist der Film gar nicht so übel.
Natürlich benötigt man einen Experten, der eine Katastrophe vorausahnt und andere Experten, die ihm nicht glauben. Mir ist bis jetzt vielleicht ein Film begegnet, der dieses Klischee nicht benutzt. Aber was solls.
Die Effekte waren gar nicht so schlecht, auch wenn es etwas unrealisisch rüberkam, dass sich Jan und Eva in der Röhre oder die Gruppe im Fernsehturm so lange festhalten konnte. Ich wäre mir nicht so sicher, ob das geht. Aber die Effekte waren soweit gut.
Die Gruppe ist auch ganz nett, auch wenn etwas sehr viel Augenmerk auf die privaten Probleme gelegt wird. Die Streiterei mit dem Vater ist entscheidend, aber alles andere... Außerdem war es unnötig, dass man Jan ca. 30 Sekunden für tot hält, die Schwester regt sich tierisch auf und dann kommt der natürlich direkt vom Turm runter. Schon klar.
Sophie als Charakter hat mir gut gefallen, vielleicht weil ich von Blinden fasziniert bin (einer meiner besten OCs ist blind). Andreas war ganz niedlich (auch wenn der zu alt für mich ist). Aber da find ich in fast jedem Film einen. Alle anderen waren auch gar nicht schlecht, halbwegs glaubhaft... Ausreichend für den Film.
Fazit: Durschnittlicher bis guter Fernsehfilm mit netten Effekten. Vielleicht nciht so gut wie Twister und vergleichbare, aber alles andere als grottig.

Zitat des Tages #1: B: "Und wo ist der Traktor?" Polizist im Film: "Der Traktor wurde 800m weiter gefunden." A: "Noch Fragen?"
Zitat des Tages #2: A: "Hey, der Typ ist ganz süß." B: *stöhn* A: "Halt du dich bloß raus!"

~Lex

Sonntag, 10. Juni 2012

Stephen King: Cujo

Unser Besuch hat einen jungen Hund, also hatte ich Lust auch ein Buch über einen Hund zu lesen.
Inhalt: Cujo. der 200 Pfund schwere Bernhardiner der Cambers, ist wohl der liebenswürdigste Hund in ganz Castle Rock. Durch eine Fledermaus wird er mit der Tolwut infiziert. Donna Trenton und ihr 4-jähriger Sohn Tad schaffen es mit ihrem kaputten Auto gerade so zum Hof der Cambers - nur wartet dort nur der Hund, der die Menschen für seine Qualen verantwortlich macht...

Es hat mich etwas überrascht, dss viele King-Fans Cujo als eins der schwächeren Bücher bewerten. Mir hat es nämlich sehr gut gefallen. Am besten fand ich die besondere Erzählstruktur: Steve schreibt zum Teil aus Cujos Sicht, der ja eigentlich ein sehr lieber und toller Hund ist.
Die Zufälle sind doch sehr zufällig, was mir aber auch erst aufegfallen ist, als ich es in einer anderen rezension gelesen ahbe, also ist es auch nicht sehr auffällig. Im übrigen: Ich sage nicht, dass es keien Zufälle gibt, aber manchmal wird es einfach unwahrscheinlich. Vic ist unterwegs, Cambers ist tot, der Postbote kommt nicht, Brett und Charity sind weg.
Gegen Ende wurde es einfach nur richtig lächerlich, was nicht heißt unglaubwürdig. Der leser (respektive Ich) weiß einfch, dass es in Wahrheit gut so sein kann: Mann verdächtigt Liebhaber, führender Ermittlungsleiter traut Cpuntypolizei nichts zu und schießt total am Zeiel vorbei. Er hielt es jedenfalls füt nicht sehr wahrscheinlich, dass Donna und Tad bei Cambers' sind. Und Gary und Joe (Joe Cambers und sein Saufkumpane) wohnen zu weit draußen, dass man sofort etwas merkt.
Was die Charaktere angeht: Ich habe nicht so sehr mitgefühlt. Natürlich war Tads Tod tragisch, aber ich wusste, das es so ausgeht und war eher 10 Seiten vor dieser Szene traurig. Sein Schicksal hat die Leserschaft gespalten. Ich kann nur meinen Standardsatz sagen: es gibt eben nicht immer ein Happy-End.
Bei Bannerman fand ich es schade, aber er war nicht lange genug dabei, das ich ernsthaft um ihn getrauert hätte. Trotzdem wäre es mir lieber gewesen, hätte es diesen Andy Masen erwischt. Um Joe und Gary war es dann nicht wirklich schade.
-> Man bildet sich zwar sein Urteil über die Charaktere, aber so richtig mitfühlen kann man nicht.
Die vielen Szenenwechsel, wie zum Beispiel Charity oder Vic bieten Abwechslung. Bei Vic könnte ich es noch verstehen und er ist ja ein wichtiger Teil der Geschichte, aber bis auf die Tatsache, dass sich Brett Cambers um seinen Hund sorgt und irgendwelche dämlichen Zufälle (oder Schicksal, wer weiß) verhindert, dass jemand nach Cujo sieht, ist das völlig überflüssig.
Der übernatürliche Part bei der Sache war irgendwie seltsam. Das Monster in Tads Schrank hatte jetzt wirklich keine Funktion. Bretts Schlafwandel-Prophezeiung hat jetzt auch nicht so viel gebracht: Donna holt den Schläger, aber damit hat das nichts zu tun. Und auf seine Träume reagiert Vic gar nicht.

Fazit: Ich habe das Buch nicht verschlungen wie z.B. Duma Key, aber für Fans durchaus geeignet. Nicht Kings bester Roman, aber ganz okay und ein echter Klassiker. Wer Fan ist oder einer werden will, kommt um Cujo sicher nicht herum.
Vielleicht hat es viel von der Wirkung genommen, dass ich schon viel von dem Roman wusste, aber Steves Schreibstil ist immerhin gut und flüssig. (Aber das war er bisher in jeden Roman.)

Zitat des Tages: "Wenn ich mir jemals einen Hund zulege, nenne ich ihn Cujo!"

~Lex

Freitag, 8. Juni 2012

Four past Midnight: Der Sun-Hund

Nach einer Pause, um das neu eingetroffene WarriorCats-Buch zu lesen (das war vogestern), schreibe ich heute die Rezi. Die Geschichte heißt eigentlich Zeitraffer, eine völlig falsche Übersetzung. (Ich kann es zwar irgendwo nachvollziehen, aber es ist faktisch trotzdem total falsch.)Inhalt: Brian bekommt zum Geburtstag eine Sun 660 Polaroidkamera - genau das, was er sich gewünscht hat. aber etwas seltsames passiert mit der Kamera: Sie zeigt immer nur einen Gartenzaun mit einem zottigen schwarzen Hund. Brian bittet den Kleinganoven Pop Merrill um Hilfe. Je mehr Bilder gemacht werden, umso näher kommt er...

Der Klappentext klang gruselig, deshalb habe ich sie nicht schon früher gelesen (sprich: am Abend, nachdem ich mit Der Bibliothekspolizist fertig war.)
Jetzt im Nachhinein wäre es völlig egal gewesen, weil auf den ersten 60% der 200 Seiten-Geschichte nicht wirklich etwas gruseliges passiert. Es ist eben dieser Hund.
Die Echte Action ist auch nur etwa 20/30 Seiten lang. Der Höllenhund gefällt mir.
Pfoten mit Knochensporen, Rauch, Feuer... Das nenne ich echt höllischen Stil.
Die Geschichte ist das Bindeglied ziwschen Stark (kenne ich noch nicht) und Needful Things (habe ich als eins der ersten gelesen). In letzterem werden einige Sachen erwähnt, der ich zeurst keine Bedeutung beigemessen habe, weil ich es nicht wusste: Pop Merrill wird einige Male erwähnt, unter anderem auch, dass sein Laden aus unerklärlichen Gründen in Flammen aufging und er ebenfalls starb.
Für Kenner ist die Geschichte voller Anspielungen - unter anderem kommt ein Teil der Szene in Oatley vor (aus Der Talisman). Fand ich lustig.
Der Epilog ist auch gut geworden... Böse. Beim ersten Satz "Brian kam genau das, was er sich gewünscht hatte.", wurde es schon verdächtig. Das stand nämlich am Anfang der Geschichte auch schon. Böser Hund.

Die Geschichte ist durchschnittlich bis gut (in der King-Skala, natürlich!), die Idee des Hunds aus Polaroidsville gefällt mir gut. Sehr gegruselt habe ich mich nicht. Die Action beginnt erst kurz vor Ende (wenn Action, dann richtig!), ist entsprechend blutig (obwohl es schlimmeres in einigen von Steves Büchern gibt) und gut zu lesen. Trotzdem ist die Geschichte überhaupt nicht langweilig: Das was davor kommt, muss einfach davor kommen.
Empfehlung: Lest die Castle-Rock-Bücher in der Reihenfolge, ist zwar nicht so wie der Dark Tower, aber es gehen viele schöne Anspielungen verloren.

~Lex

Mittwoch, 6. Juni 2012

Stephen King: Außenseiter oder nicht?

Ich habe keine Lust jetzt ins Bett zu gehen, außerdem mag ich das Thema. Sogar die meisten Nicht-Stammleser kennen sie indirekt: Die Außenseiter.
Ihr fragt euch sicher: Wie bitte? (Oder wahrscheinlich einfach nur "Hä?")
Kennt ihr ES? Natürlich. Er ist wohl mit Abstand der bekannteste Vertreter. Im King'schen Sinne sind sie wahrhaft gottgleiche Dämonen und von Normalsterblichennicht zu besiegen - man kann sie nur verbannen/schlafen lassen. Ich kann leider nicht zu allen etwas sagen, da ich viele der Bücher, in denen sie vorkommen, noch nicht kenne. Trotzdem, hier eine kleine Liste, hauptsächlich von Stephen King-Wiki:

-Es (ES)
-Tak (Regulator/Desperation)
-Persephone (Duma Key)
-Dandelo (Dunkler Turm)
-Ardelia Lortz (Der Bibliothekspolizist)
-ein namenloses Wesen (Sara)
-der namenlose Herrscher des Buick (Der Buick)
-Rose Madder (Rose Madder/Das Bild)
-Der Gott der Qual (The little Green God of Agony)
-Lord Malshun (Black House - mit Peter Straub)
 Es als Pennywise

Ich kenne natürlich noch nicht alle, aber kann sagen, dass ich Persephone sehr inspirierend fand. (Ich habs eigentlich nicht so mit Insekten wie Ardelia oder Rose, aber Rose, Dandelo & co sind cool.)
Es gibt einige Eigenschaften, die auf Außenseiter zutreffen, aber obwohl er ihnen nicht entspricht, gehört der Scharlachrote König in gewisser Weise dazu, weil:
-er hat äußerlich gewisse Ähnlichkeit mit Persephone
-er ist ebenso wie Rose Madder eine Werspinne
-er scheint ebenfalls ein gewisses Vergnügen an seinem Tun zu haben (herrschen ist doch immer cool...)
-er ist in Discordia gefangen

Der scharlachrote König

Bei diesem Stichwort - wenn ihr diese Anzeichen bemerkt, habt ihr einen Außenseiter vor euch und solltet euch besser nicht mit ihm anlegen (entweder ihr sterbt oder ihr gewinnt, gelegentlich beides).
1. Sie sind an einen Ort gebunden (Perse in eine Porzellanfigur, Es an Derry...)
2. Sie stehen mit Stürmen in Verbindung (Es in Todesqualen verursacht einen Sturm, Ardelia beschwört einen...)
3. Sie haben Freude an ihrem Tun (Tak gibt es offen zu - es macht ihm einfach Spaß)
4. Sie ernähren sich von Menschen (Es & Ardelia ernähren sich durch die Ängste der Kinder, Tak verbraucht seine Wirtskörper)
5. Sie können die Gestalt von Menschen annehmen (Pennywise der Clown, Ardelia Lortz...)
6. Viele haben lange Ruhephasen (Es im 27-Jahre-Zyklus, Perse wird fast 80 Jahre verbannt, Tak 150 Jahre)

Bei einigen ist es nichtmal sehr klar, ob Männlein oder Weiblein. Das ist besonders interessant - sie sind ja wortwörlich Wesen von außerhalb.
Wir wissen, dass:
-Es weiblich ist, ebenso Persephone, bei Rose Madder ist es nicht ganz klar
-Tak ordne ich als männlich ein, Lord Malshun und Dandelo ebenso, der Gott der Qual klingt ebenfalls männlich, obwohl für mich Götter neutrum sein können
-Bei dem Ardelia-Außenseiter bin ich nicht sicher, und die namenlosen Wesen aus Sara und Der Buick sind definitiv nicht einzuordnen - sie haben nichtmal einen Namen, kein Aussehen, gar nichts. Das muss verdammt schlimm sein.

Alles in allem sind sie aber letztenendes ja sowieso keine Menschen - Steve benutzt gerne Insekten als Vorlage (Rose, Dandelo, Ardelia...). Aber auch persephone als richtig klassische Dämonen hat mir bisher noch man besten gefallen - Geisterschiffe haben Stil, finde ich.

~Lex

PS: Vielleicht kommen noch Ergänzungen, wenn ich mehr der Bücher mit diesem Wesen gelesen habe.

Four past Midnight - Der Bibliothekspolizist

Im Warten auf ein bestelltes Buch entschied ich mcih für eine nicht allzu lange Geschichte (und 300 Seiten sind ja wirklich nicht lang). Der Bibliothekspolizist ist die erste von zwei Novellen in der Sammlung Nachts. Im Gesamten eigentlich die Dritte - aus irgendeinem seltsamen Grund sah sich der deutsche Verlag mal wieder veranlasst, die Sammlung zu trennen. Die ersten beiden Novellen stehen im Buch Langoliers, was aber im Prinzip so ziemlich egal ist.
Inhalt: Der 40-jährige Versicherungsmakler Sam Peebles ist schockiert: Er soll beim kommenden Treffen seines Rotarierklubs eine halbstündige Rede halten. Für so etwas ist Sam nicht geschaffen, kann aber nicht nein sagen und stürzt sich gleich in die lästige Arbeit. Um die Rede aufzupeppen betritt er zum ersten mal die Statdbibliothek - solche Orte sind ihm aus unerfindlichen Gründen verhasst. Bibliothekarin Ardelia lortz ist ihm unsympathisch, gibt ihm aber genau die Bücher, die er braucht. Aber als er die Abgeabefrist überschreitet droht sie ihm mit der Bibliothekspolizei - und die stellt sich als echter als gedacht heraus...

Zuerst wollte ich die zweite Novelle des Bandes zuerst lesen, aber dann hatte keine Lust, mitten im Buch anzufangen. Als ich den Namen Ardelia Lortz gelesen habe, war die Sache sowieso klar - ich kannte ihren Namen bereits von King-Wiki.
Die Geschichte ist verdammt unheimlich, auch wenn ich den Schluss nicht  perfekt fand, war er ganz okay. Sehr unheimlich war ja, dass Sam Ardelia (eine Außenseiterin) zwar vernichtet (nicht so lecker), aber Dave trotzdem weiß, dass sie wahrscheinlich nur schläft.
Zuerst habe ich wirklich 0 verstanden, aber dann wurde das ganze spannender - und unheilich. Aber eine Frage habe ich doch noch: Ist der Außenseiter, der Ardelias Gestalt hat Männlein oder Weiblein? Das wird nicht wirklich klar.Jedenfalls gefällt mir die geschichte, obwohl ich genau weiß, dass ich jetzt immer, wenn ich ein Buch ausleihe (was ich eigentlcih sowieso selten mache) daran denken muss.

Der Außenseiter ist ja alles andere als schön, aber mir hat gut gefallen, wie sie/es wieder die 60er heraufbeschworen hat. Die ganze Idee der Geschichte (viel davon nimmt Daves Erzählung ein.) ist cool. Und irgendwie stimmt es doch: Eigentlich sind wirklich nur wenige Änderungen nötig, um aus Märchen Horror zu machen. Zwar nicht so ganz extrem wie Ardelias Versionen vielleicht - aber viel nicht.
natürlich sind leute, die Kidnern etwas tun, einfach nur schrecklich (wobei Ardelia sich ncihtmal nur auf Kinder beschränkt, sie amcht es sich einfach, das ist alles), aber wenn wir mal von dem übernatürlichen Part absehen ist diese Geschichte wahr.
Bin heute philosophisch.

Zitat des Tages: "Ardelia Lortz...aaaahja!"
~Lex o'Dim

Dienstag, 5. Juni 2012

Cody McFadyen - Ausgelöscht & Simon Beckett - Voyeur

Ich hätte schwören könne, dass ich dazu schonmal was geschrieben habe. Da ich meine Leseliste anhand meiner Posts erstellen wollte, fiel mir dann auf einmal auf, dass ich zu diesen Büchern, von denen das McFadyen-Werk mich besonders begeistert hat!) seltsamerweise nichts geschrieben habe. Denn ich schreibe seit etwa 2 Monaten über jedes Buch, das ich lese, einen Post. Außerdem erinnere ich mich daran, wie ich andere Meinungen (z.B. amazon-Kunden) gelesen habe.

Inhalt: Donald Ramsey ist Kunsthändler - er hat nicht viel Erfahrung und Interesse mit und an echten Frauen und als ihm seine neue Helferin Anna gut gefällt, wundert er sich doch. Er engagiert Zeppo, um anna zu verführen. Doch da ist Annas Freund Marty im Weg...

Das Buch an sich ist ganz gut geschrieben, eher was für zwischendurch, da nicht so sehr lang. Eher durchschnittlich und bei weitem nicht so gut wie die David-Hunter-Bücher, aber völlig in Ordnung. Nur lässt der Schluss das ganze zusammenfallen. Da fragt man sich dann doch: "Welchen Sinn hatte das ganze jetzt?"
Die ganze Handlung erscheint anders.Vom Schreibstil ganz okay, nicht schlecht.
Man kann es lesen, wenn man will, aber die David Hunter-Bücher sind empfehlenswerter, ebenso wie diverse andere Bücher zu ähnlichen Themen. (Eigentlich habe ich es ursprünglich sowieso nur gekauft, weil Simon Beckett draufstand.)
(23. 4. 2012 fertiggelesen)

Obwohl ich wusste, dass das Buch sehr gut sein muss, habe ich lange gezögert, es mir zu kaufen. Flohmärkte sind toll.
Inhalt: „Der Motor dröhnt. Die Tür schwingt auf. Eine Frau wird auf den Asphalt geworfen. Die Tür knallt zu, und der Wagen jagt davon.“ Die Stimmung auf einer Hochzeitsfeier ist dahin und für FBI- Agentin Smoky Barrett und ihr Team beginnt die fieberhafte Jagd nach einem außergewöhnlich brutalen Serienkiller.

Das Buch habe ich an einem tag gelesen und war wirklich begeistert. Nicht nur, dass Smokey eine außergewöhnliche Ermittlerin mit mit außergewöhnlichen Freunden ist (ihr erster Ehemann & ihre Tochter wurden von einem Sereinkiller getötet, der auch die Mutter ihrer jetzigen Adoptivtochter ermordete; eine Freundin ist vermutlich eine Auftragskillerin), sie ist gut.
Allein die Idee der ganzen Jagd nach "Dalí" ist interessant und gut durchdacht. Die Schrecken der Gefangenschaft muss auch Smokey erleben - aber am schrecklichsten fand ich das Schicksal von dem jungen Leo Crowe, in den 20ern, der eigentlich nur helfen wollte.
Am Ende ist die Auflösung logisch, aber unerwartet - wie in jedem guten Buch.
McFadyen schafft eine geniale Spannung und das namenlose Grauen vor einem eiskalten Serientäter, der sich am Ende als ernsthaft gruselig herausstellt. 450 Seiten schafft man eben doch an einem Tag.
[fertiggelesen 2. 5. 2012]
~Lex