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Sonntag, 15. Juli 2012

Stephen King: Bag of Bones

Inhalt: Nach dem plötzlichen Tod seiner geliebten Frau (die zu alledem mit dem so dringend gewünschten King schwanger war), kann Autor Mike Noonan 4 Jahre lang nicht mehr schreiben. Schließlich zieht er in das Sommerhaus der Familie, das seit Jahre nur Sara Lacht genannt wird. Er trifft auf die junge Mutter Mattie mit ihrer 3-jährigen Tochter Kyra. Sie versucht ihre Tochter vor ihrem Großvater, dem Computermogul Max Devore, zu beschützen, dem keine Tricks zu schmutzig sind, um das Sorgerecht zu bekommen. Außerdem geschehen in Sara Lacht seltsame Dinge. Mike stößt nach und nach auf ein erschütterndes Geheimnis....
Vielleicht lag es daran, dass ich das Buch auf englisch gelesen habe, vielleicht auch am Buch selber, aber zu anfang kam ich nicht wirklich rein. Joannas Tod ist für Mike zwar traurig, aber zuerst fühlt man wenig mit ihm. Bevor er nach Sara Lacht kommt, passiert auch nicht nennenswert viel.
Dann wird das Buch mit dem Auftauchen von Mattie und Kyra allerdings interessanter und das Finale ist genial spannend. (Ich bin ein interessierter Fan der Außenseiter, auch wenn der/die/das hier vertretene Beispiel kaum nennenswert vorkommt.)
Ohne zu viel von der Handlung zu vetrraten: King bringt Mike, Kyra und die anderen wirklich gut rüber. Spätestens ab Kapitel 7/8 zieht das Buch den Leser in den Bann. King ist ein Meister gefährlicher Szenen, Dämonen, Geister... aber auch von schönen Ereignissen. Kyra und Mattie sind einfach nur liebenswürdig, genauso wie Max Devore und Rogette Whitmore bösartig sind.
King hat außerdem einen schönen Schreibstil, bei dem man, wenn man einen relativ passablen Englischwortschatz hat, das Buch auch problemlos auf Englisch lesen kann. Im Englischen sind immerhin all die Übersetzungsfehler nicht drin. Außerdem sind die Originalcover viel schöner, als die Deutschen.

Fazit: Tolles Buch, spannend und auf jeden Fall etwas für Horror-Fans. Daneben eine Geschichte um ein kleines Mädchen im Kreuzfeuer eines schmutzigen Sorgerechtsstreits. Auf jedenfall lesenswert, auch bestens auf Englisch.

~Lex

Donnerstag, 12. Juli 2012

Stehen King: Graphic Novel-Power!

Ich hab mich Ewigkeiten nicht mehr gemeldet... Derzeit lese ich an einem englischen Buch und 1 Woche dafür ist schon verdammt langsam. (Ich bin immer noch nicht durch, aber bald.)
Dafür habe ich jetzt innerhalb von einer Woche zwei der relativ teuren Graphic Novels bekommen:
The Stand #2: Ein amerikanischer Albtraum &
Der dunkle Turm #1: The Gunslinger

The Stand: Ein amerikanischer Albtraum
 Wie immer gibt es diverse Variant-Cover, aber das ist das normale.
Inhalt: Nachdem Captain Trips einen Großteil der Bevölkerung ausgelöscht hat, kommt es zur weiteren Auslese... und unsere Freunde machen sich auf den Weg. Flagg besorgt sich seinen neuen Wagen von Christopher Bradeton und rettet Lloyd henreid im Hochsicherheitstrakt vor dem Verhungern.
Larry flieht aus New York, Nick macht sich auf den Weg und Stu trifft nach seiner Flucht aus dem Seuchenzentrum auf Glen Bateman und seinen Hund Kojak. Mother Abagail beginnt die Guten zu sich zu rufen...
Wie immer ist der Zeichenstil unglaublich, wobei ich bei einigen Szenen leichte Vorurteile habe... Kojak hat mir im Film erst besser gefallen, was sich dann aber gelegt hat (süßer Hund!). Einziger verbliebener Kritikpunkt ist Lloyd Henreids Befreiung durch Randy. Die Stelle in der er den Stein in den Schlüssel verwandelt mochte ich im Film lieber. (Übrigens ist mir sofort aufgefallen, dass Flagg jetzt ein rotes und kein lilanes Hemd mehr trägt.)
Die neuen Charaktere wurden gut vorgestellt.... Es ist diesesmal eine Art Mülleimermann-Themenheft. Ich finde Mülli übrigens ziemlich cool.... Ein guter Bösewicht.
Larrys Flucht durch den Lincoln-Tunnel ist eine Schlüsselszene... und anders als im Film. Denn dort ist Nadine Cross schon dabei, aber im Comic ist Larry mit einer Dame namens Rita unterwegs. Im übrigen ist dieser Teil um einiges blutiger als der erste... Siehe den unglücklichen Plünderer in New York.
Auch Stus Flucht ist für unbedarfte Leser (sprich, wer die Handlung noch nicht kennt) ziemlich schaurig.
Wie immer sind Krähen ein Leitmotiv, das sich durch den kompletten Teil zieht - vielleicht als Zeichen für die Allgegenwart des Bösen... in dem Fall verkörpert von Randall Flagg.

Fazit: Geniale Fortsetzung der ersten Graphic Novel, beeindruckende Bilder (Steve King ist sowieso nichts für Leute, die kein Blut sehen können...). Sehr originalgetreu. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil.

Der Dunkle Turm: The Gunslinger Born
Der erste Teil hat natürlich im Deutschen keinen englischen Titel... Aber der erste Titel wurde mit "Der Dunkle Turm" übersetzt, was völliger Quatsch ist.
Inhalt: Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste... und der Revolvermann folgte ihm.
Nachdem Roland Deschain die durch Marten Broadclock (aka Walter o'Dim) vefrüht beabsichtigte Prüfung gewonnen hat, wird er mit seinen Freunden Cuthbert Allgood und Alain Johnson in die Baronie Mejis geschickt. Von dort bedroht der Gute Mann John Farson, ein skrupelloser und brutaler Bandit, Gilead und die Revolvermänner. Der junge Roland verliebt sich außerdem in die hübsche Susan Delgado, was nciht gut ausgehen kann...

Entgegen der Anpreisung des Heyne-Verlags ist das eine Vorgeschichte, keine Fortsetzung des Dark Tower-Zyklus. Sie basiert in erster Linie auf dem 4. Band der Reihe, Wizard and Glass (dt. Glas). Es werden die guten, also Roland, Cuthbert und Alain, und die Bösen, Walter o'Dim, John Farson und der Scharlachrote König + Handlanger,  vorgestellt.
Das Charakterdesign ist einfach der Hammer. Besonders gelungen finde ich Cuthbert, Roland, Susan und den König. Besoners den König, weil es sicher nicht einfach war, dieses Wesen zu entwerfen. (Ich selber kann nicht malen, also bin ich umso mehr beeindruckt.) Neben Walter, den ich sowieso mag, dem König, der cool aussieht und natürlich Hauptcharakter Roland finde ich Cuthbert sehr süß. Er ist niedlich und total witzig.
Außerdem: Highlight der meisten Fans ist die Liebe zwischen Susan und Roland. Ich bin eigentlich immer für sowas nebenbei zu begeistern. Vielleicht nicht ganz so gut wie im Buch... aber trotzdem schön... die Dramatik ist jedenfalls verdammt gut.
Es wird Maerlyns Regenbogen genannt, wobei man ohne Kenntnis des Turm wohl zuerst etwas verwirrt sein wird. Aber eigentlich ist die komplexe Welt des Multiversums gut erklärt.
Die Turm-Graphic Novel ist etwa doppelt so dick wie die The Stand-Hefte und entsprechend länger zu lesen. Highlight neben dem König waren für mich die doppelseitigen Bilder, wie etwa die Schwachstelle im Eyebolt Canyon (besonders!) oder der Charyou-Baum.
Außerdem wurden die Landschaften, die ja beim DT nicht gerade gewöhnlich sind, sehr gut umgesetzt.

Fazit: Einfach. Nur. Genial. Wer Zweifel hat, dass die Graphic Novels den Büchern nicht gerecht werden, wird überrascht sein. Würdige Umsetzung: Geniale Charaktere in beeindruckenden Bildern.
Nur mal wieder nix für Zimperliche, versteht sich :D

~Lex

Montag, 2. Juli 2012

Stephen King - Das Spiel

Inhalt: Ein friedliches Landhaus in Maine wird zum Schauplatz des Schreckens. Jessie Burlingame will aus dem brutalen 'Spiel’ mit ihrem Mann Gerald aussteigen. Ans Bett gefesselt erlebt Jessie einen Alptraum aus Entsetzen und Gewalt …

Das Buch war eigentlich das dünnste auf meinem SuB, aber irgendwie habe ich es immer weiter hinausgeschoben. Mit 350 Seiten hätte ich es eigentlich in ein bis zwei Tagen locker durchlesen können, aber die Sache hat sich dann doch unverhältnismäßig für mich gezogen.
Da ich wirklich jedes King-Buch lesen willl und sie auch sammele, konnte ich es natürlich nicht vorzeitig abbrechen. Das tue ich sowieso nur, wenn die Bücher wirklich, wirklich grottig sind und so schlecht war Das Spiel nicht.
Im Prinzip ist die Idee des Buchs gut und Kings Schreibstil (wenn auch nicht so wie heute) auch ziemlich passabel. Nur irgendwie zog sich das Buch dann. Besonders der Schluss, dass Jessie praktisch per Zufall herausfindet, wer der Schatten war, war einfach unglaubwürdig. Überhaupt kommen einem all diese Zufälle irgendwann bescheuert vor.
Ihre Schwierigkeiten, zumindest an ein Glas Wasser zu kommen (wieder so ein Zufall!), die Krämpfe und dann noch der Hund, der ihren Mann frisst... (Um den tat es mir am Ende leid. Um den Hund, meine ich.) Das wirkt alles gekünstelt und etwas realtitätsfern.
Ebenso ihr brutaler Befreiungsversuch.
Eine gute Idee fand ich andererseits, dass Jessie Stimmen in ihren Gedanken hat, die ihr Tipps und Ratschläge geben und sich auch gelegentlich streiten. Man merkt, dass es eine Schwierigkeit ist, einen Roman mit nur einer Person zu schreiben.
Positiv war ebenfalls, wie die Geschichte aus Jessies Kindheit in Träumen und Erinnerungen aufgerollt wurde.

Fazit: Kein schlechtes Buch, aber bei weitem nicht das beste King-Werk. Zwar gute Ideen, aber es hapert ein wenig am darstellen.

~Lex

Donnerstag, 28. Juni 2012

Stephen King: Tommyknockers

Inhalt: Als Westernautorin Bobbi anderson über ein seltsames Ding im Wald stolpert, weiß sie nicht, dass sie damit das Todesurteil ihrer verschlafenen Heimatstadt Haven, Maine unterzeichnet. Die kleine Pyramide stellt sich als waschechte Untertasse heraus. Und nicht nur Bobby beginnt sich langsam aber sicher auf seltsame Weise zu verändern...

Die Titelübersetzung habe ich bewusst weggelassen, weil sie einfach Mist ist. Die Tommyknockers sind ja kein Singular.
Tommyknockers ist einer der etwas unbekannteren Romane und ich bezweifle, dass ich ihn gelesen hätte, wäre er nicht vom Meister. Ich habe einfach nichts für UFOs und diesen Science-Fiction-Kram übrig.
Aber letztendlich ist es weniger Sci-Fi als Horror.
Wieder einmal ist King die Charakterisierung der Personen gut gelungen - und er hat eine unheimliche neue Rasse geschaffen. Die großen Himmelsreisenden. (Wenn ein Name so gut wie der andere ist, wozu dann ein Name?)
King hat sich dieses Mal kreativ ganz schön reingehängt. Die seltsamen Maschinen, die Atmosphäre, das >Werden<... Außerdem ist der Roman sehr gut aufgebaut. Besonders schön fand ich die Gedankensätze
( die zwischendurch eingeschoben)
wurden. Die Verständigung über Gedanken spielt eine wichtige Rolle und wird gut gezeigt.
Kleiner Minuspunkt: Im Dritten Teil ist die Zeitliche Schiene bei den Kapiteln teils verwirrend, sodass man durcheinander kommt und erst überlegen muss, da das Kapitel vor dem vorhergehenden spielt.

Zur Handlung: Das Buch enthält auf jeden Fall Horror und zwar einigen. Ohne zu viel zu verraten, seit dem Schuppen habe ich Kopfkino. Und grün ist auf jeden Fall schonmal aus meiner Farben-Liste gestrichen.
Gegen Ende wird der biologische und medizinische Aspekt von Gards Handeln einfach nur noch unlogisch. Aber gut, die Maschinen sind natürlich auch unlogisch.
Gegen Ende fand ich die "Verteidigungsmaschinen" und während dem Ende der ganzen Sache passierende Todesfälle (vor allem aber erstere) einfach nur unnötig brutal. Zwar im King'schen Stil beschrieben, aber es hätte nicht so übermäßig viel sein müssen.

Fazit: Gruselig, sehr interessant. Zwar nicht überdurchschnittlich (auf der King-Skala), aber gut geschrieben. Tolle Charaktere und "neue Welten". Ich kann mich mit Aliens eigentlich nicht anfreunden, aber das Buch ist auf jeden Fall lesenswert. Vielleicht etwas übermäßig blutig.

~Lex

Dienstag, 19. Juni 2012

Stephen King: Feuerkind

Inhalt: Charlie ist acht Jahre alt und das süßeste, unwiderstehlichste kleine Mädchen, das man sich vorstellen kann. Sie ist alles, was sich ein stolzer Vater wie Andy McGhee wünschen könnte und mehr, als er sich in seinen schlimmsten Träumen ausmalt. Denn Charlie ist das Feuerkind, geboren aus einem unverantwortlichen Experiment. Ihre Gedanken können töten. Ihre Augen bringen das flammende Inferno. Kann Andy seine Tochter retten? Vor dem Geheimdienst, der sie jagt, vor skupellosen Politikern, die sie als Waffe mißbrauchen wollen, vor sich selbst? Feuerkind (Firestarter) ist wohl einer der bekanntesten Romane von Stphen King, besonders durch die spektakuläre Verfilmung. Das Buch ist aber (obwohl ein Frühwerk) gut und interessant.
In allererster Linie geht es um die Flucht vor dem Geheimdienst, das Forschungszentrum... Ich kann Geheimdienste nicht mehr leiden.
Bei den meisten Charakteren kann ich keine konkreten Gründe im Text nennen, es ist in dem ganzen Buch. Charlie und Andy sind wirklich cool und supertoll. (Seine arme Frau Vicky. Und um andy ist es auch sehr schade.) Ich mag die beiden wirklich. Ebenso das Ehepaar, das den beiden hilft. Und aus irgendeinem seltsamen Grund tut mir Cap Hollister leid. Er ist nicht besser als alle anderen, aber trotzdem.
Dass ich diese ganze Truppe von dem Geheimdienst als Personen nicht ausstehen kann, versteht sich wohl von selbst - wenn auch mit gewisser Distanz. Das ist das seltsame an dem Buch. Am Anfang dachte ich noch so wie immer ("Wie mies..." etc), am Ende nur diese komische Distanziertheit. Selbst das explosive Finale (den Rest zähle ich eher als Epilog), das durchaus passend ist...
Tatsache ist,d ass man gegen Ende kaum noch Beziehung zu den Charakteren hat, unterbewusste, das heißt, dass einem das Gefühl sagt, [...] mag ich, [...] mag ich nicht.
Das Buch ist aber sehr spannend geschrieben, die Handlung ist gut durchdacht und wird geradlinig und schlau durchgezogen. Anders als bei "Thrillern", wie das Buch teils genannt wird, ist zwar der Übeltäter bekannt, aber so schlimm ist es nicht. Nette Story, ein typischer King-Klassiker.

Zitat des Tages: "Bäm. -.-"

~Lex

Sonntag, 17. Juni 2012

Four past Midnight: Langoliers & Secret Window, Secret Garden

Eigentlich enthält das Buch die ersten beiden Geschichten des Sammlung "Four past Midnight" (Der zweite Teil nennt sich Nachts, damit bin ich schon fertig). Heyne hat die Sammlung aufgeteilt und der Titel der ersten Nevelle ist The Langoliers. Da Hexne es ja nciht so sehr mit Artikeln und Titeln hat, wird auf der ganzen Sache Langoliers.
Inhalt: Beim Aufwachen entdecken 10 Passagiere des Fluges 29 Entsetzliches: Sie sind allein. Von den verschwundenen sind Gegenstände da... sogar Herzschrittmacher und Bolzen. Zu den unglücklichen zählen die blinde, 10-jährige Dinah, Lehrerin Susan, Musiker Albert, ein mysteriöser Brite namens Nick, der seltsame und eindeutig irre Craig Toomy und glücklicherweise Pilot Brian, der eine Delta 767 fliegen kann. Aus der Not heraus landen sie statt in Boston in Bangor, Maine. Auch dort keine Menschen - und alles wirkt seltsam leer und grau. Flug 29 ist in einen Zeitriß hineingeraten - kein Sprit, ein Irrer und von fern kommen seltsame Wesen näher, die Craig Langoliers nennt...
Die Geschichte ist einfach genial. Man fragt sich immer wieder, was als nächstes passiert. Die Verzweiflung und wie die gruppe damit ungeht ist gut beschrieben. Die ganze Szenerie ist mysteriös und unheimlich. Das ändert sich auch nicht, auch wenn das letzte Problem von mir früher erkannt wurde, als von den Charakteren. Die ganze Idee des Zeitriss ist genial, auch wenn nicht genau erklärt wird, warum genau nur Schlafende durchkommen.
Die Charaktere sind toll gestaltet - besonders Dinah oder Nick, die es ja beide nicht schaffen - benehmen sich sehr heldenhaft. Die "Sequenzen" mit der Telepathie haben mir gut gefallen. Craigs Wahnsinn wird hinreichend erklärt (völlig unfähige Eltern) und es ist wirklich traurig, dass er immerhin zwei Menschenleben nimmt.
Die Langoliers selbst haben mich irgendwie doch sehr überrascht. Im Hintergrund ist immer dieses seltsame Geräusch, aber seltsame rumhüpfende Bälle? Nein, das ist echt schräg.
Jedenfalls ist das eine der besten Novellen, die ich kenne (siehe Zitat).
Zitat des Tages: "Science-Fiction-Horror, genau das richtige."

 Inhalt: Seit seine Frau ihn verlassen hat, kann Autor Morton Rainey nicht mehr schreiben. Er lebt im Sommerhaus des ehemaligen Paares. Da taucht ein seltsamer Fremder namens John Shooter auf. Er bezichtigt Mort, seine Geschichte "Secret window, secret garden" (welche Morton als "Zeit zu säen" herausbrachte) gestohlen zu haben. Der Fremde wird immer bedrohlicher - Mortons Haus brennt ab, seine Katze wird ermordet. Und Morton ist seit vielen Wochen immer müde und schläft meist 16 oder mehr Stunden am Tag. Trotz der Gefahr will er keine Hilfe bei dem Fremden...
Okay, ich gebe zu, ich war verdammt skeptisch bei dieser Geschichte und hab die ersten 150 Seiten eher gelangweilt gelesen. Aber der Fremde ist schon verflucht gruselig, ebenso wie seine düstere Bedrohung. Nach und nach kommt es wirklich zu seltsamen zufällen. Durch Kings Vorwort deutet sich die Auflösung sowieso an: Es sagte, die Geschichte wäre ähnlich wie Stark - The dark half.
Gute Idee von King, das aufzuschreiben *hust*... Trotzdem weiß man nicht genau, was da jetzt wirklich los ist, obwohl die Lösung fast schon simpel ist. Der fachkundigen Leser wird es aufgrund einiger Ungereimtheiten natürlich schnell herausfinden, aber dzu muss man auf Details achten. Der Schluss hat mir gut gefallen, obwohl er nichtmal wirklich spektakulär ist. Ich bin bei Schlüssen immer sehr kritisch udn weiß nicht genau, warum er mir gefallen hat.
Wenn man sich auf die Geschichte einlässt, ist sie gruselig und spannend - und kommt größtenteils (heißt, in der Haupthandlung) ohne übernatürliche Phänomene aus. Man braucht nicht immer Dämonen, um Grusel zu erzeugen (auch wenn gut geschriebene Dämonen Stil haben!). Der Band ist auf jeden Fall wirklich gut.

Zitat des Tages: "Multiple Persönlichkeitsstörung... die ist echt übel."

~Lex

Stephen King: The Dead Zone

Inhalt: Johnny Smith unterrichtet an einer High School. Nach einer fast unglaublichen Glückssträhne auf dem rummelplattz gerät er in einen Autounfall und fällt für 4 Jahre und 7 Monate ins Koma. Als er aufwacht ist alles anders: Seine Freundin ist verheiratet, hat ein Kind, seine Mutter ist religiösem Wahn verfallen.
Doch Johnny besitzt nun auch hellseherische Fähigkeiten: So rettet er das Haus seiner Therapeutin und bewahrt über 80 Schüler vor dem Tod in einem durch Blitzschlag ausgelösten Feuer.
Als er dem seltsamen Politiker Greg Stillson die Hand gibt erkennt er, dass dieser als Präsident einen Atomkrieg auslösen wird...

Johnny ist schon ein verdammt netter Typ. Und Sarah und co auch.
Greg Stillson hat mich ein bisschen erschreckt, vor allem als seine Vergangenheit geschildert wird. Er tötet zuerst eine Hund und später sind seine Leute um Sonny Elliman genauso schlimm. Er hat den Tod weit mehr verdient als die anderen, die es trifft. (Aber natürlich sterben die Bösen nie.)
Aber von vorne. Ich hab keine Ahnung nach welchen Kriterien ich mir ein Buch aus meinem Noch-lesen-Bücherstapel aussuche, jedenfalls war es das hier. Ich wusste als King-Fan natürlich, dass der Anschlag selber nur einen sehr kleinen Teil des Buchs einnimmt. Aber letztendlich geht es wirklich nur um Johnnys Rehabilitation nach dem langen Koma - die neuen Fähigkeiten mitinbegriffen.
Die Sprünge zwischen den einzelnen Szenerien - Johnny, Sarah, Greg Stillson, wer-auch-immer, ... - erklären die halbe Welt und was darin passiert. Aber nicht schlecht, vor allem die geschichtlichen Sachen bilden einen logischen Hintergrund (und der fehlt bei schlechten Büchern meistens).
Das einzige, was ich dann wirklich nachschauen musste, war die Reihenfolge der Präsidenten. Jimmy Carter, Ronald Reagan & co, die ja auch vorkommen.
450 Seiten sind ja nicht allzu viel, also ließ es sich schnell lesen. Johnny ist schon verdammt cool und bei weitem kein schlechter Mensch. Der Schluß war sehr gut geschrieben, auch der letzte Teil, der ja schon nach dem Attentat spielt. Es gibt zwar nicht immer ein Happy End, aber Johnny hat sher getan, als die meisten vermutlich begreifen würden... Ein echter Held.

Zitat des Tages: "Was für ein Arschloch!" (Greg Stillson)

~Lex

Mittwoch, 13. Juni 2012

Stephen King - Different Seasons

Frühlingserwachen: Rita Hayworth and the Shawshank Redemption
Aus gutem Grund wähle ich die englischen Titel, die besser sind als die deutschen...

Inhalt: 1947 wird Andrew Dufresne wegen Mordes an seiner Frau und ihres Liebhabers zu zweimal lebenslänglich verurteilt. Dass er unschuldig ist, kann er vor Gericht nicht beweisen. In den bitteren Knastjahren freundet er sich mit Red an, einem ebenfalls zu lebenslänglich Verurteiltem. Andy sitzt über 20 Jahre ein, bis er versucht, auf spektakuläre Weise zu fliehen ...
Ich wusste nicht sehr viel, außer dem Titel und da die Geschichte nur etwas mehr als 110 Seiten hat, war sie auch schnell gelesen. Keine Horror-Story ausnahmsweise, sondern eine schöne, nachdenkliche und traurige Geschichte. Die Charaktere, allen voran Andy, sind wirklich richtig genial geschrieben. Steve schildert grandios das Leben in einem gefürchteten Gefängnis - ohne Rücksicht auf Verluste.
Der Gefängnisalltag, tyrannische Wärter, die Mutlosigkeit der Lebenslänglichen und die Probleme wenn man rauskommen sollte... Am Beispiel des Bibliotheksführers. (Da sind Buch und Film aber unterschiedlich.)
Eine wirklich interessante Geschichte - dagegen hätte vielleicht nichtmal unsere Deutschlehrerin etwas einzuwenden.

Sommergewitter: Der Musterschüler
Die einzige Horrorgeschichte dieses Bandes...
Inhalt: Todd Bowden, 13 Jahre und gut in der Schule, findet heraus, dass der alte Arthur Denker in Wahrheit der Nazi-Verbrecher Kurt Dussander ist. Er erpresst ihn, um mehr herauszufinden - bald haben beide sich gegenseitig im Griff. Und die Horrorgeschichten bleiben für den Jungen bei weitem nicht folgenlos...
Ich hatte gehört, dass die Geschichte ganz schön übel sein sollte. Ich hatte es mir irgendwie schlimmer vorgestellt, aber für Horror-Einsteiger ist das auch wieder nichts. Das ist eher ein Thriller als "klassischer" Horror. Ein Zufall, dass wir genau dieses Thema gerade in Geschichte behandelt haben. Man merkt von Anfang an, dass der Junge unmöglich normal sein kann, weil er direkt auf den ersten paar Seiten beginnt Dussander zu erpressen. Es war klar, dass er irgendwann durchdreht.
Was ich igendwie schlimm fand, war die arme Katze, die Dussander tötet. Traurig...
Eine spannende und zugegeben etwas erschreckende, aber sehr gute Geschichte.

Herbstsonate: Die Leiche
Verfilmt als Stand by me ist das wohl eine der bekanntesten King'schen Nicht-Horror-Geschichten.
Inhalt: Vier ganz normale Stadtjungen haben durch Zufall mitbekommen, dass ein seit mehreren Tagen vermisster Junge irgendwo draußen in den Wäldern von einem Zug angefahren wurde und tot neben den Gleisen liegt. Ihren Eltern sagen die Jungen, dass sie zwei Tage zum Zelten gehen, aber in Wirklichkeit machen sie sich auf den abenteuerlichen Weg in die Wälder. Sie wollen einmal einen Toten sehen.
Ich kannte schon Teile des Films (wenn auch nicht viel) und wusste in etwa, was alles passiert, aber die Geschichte war gut zu lesen (natürlich ist hier kein großartiger Grusel, außer die Sache mit dem seltsamen Schrei). Am besten fand ich natürlich Chris Chambers, der der coolste der Jungen war - mutig und intlligent. Natürlich war es am Ende sehr schade, aber: Es gibt eben nicht immer ein Happy End. (Zum wievielten Mal benutze ich den Satz jetzt?)
Etwas überraschend, dass innerhalb der Geschichte noch zwei Geschichten vorkamen. Beides Werke des Meisters persönlich. "Die Rache von Schmalzarsch Hogan" (ich konnte nicht mehr, saukomisch) und "Hurenstadt" (konnte ich nichts mit anfangen...).Und wie so oft wird Erzähler Gordon später Schriftsteller.
Die Geschichte war auf jeden Fall schön, irgendwas zwischen abenteuerlich und melodramatisch. Zwölfjährige als Protagonisten kennt der Dauerleser ja schon, stimmts?


Wintermärchen: Atemtechnik
Konnte mir nicht wirklich etwas vorstellen... Außerdem war die Inhaltsangabe Quatsch.
Inhalt: Im Mittelpunkt der 90seitigen Novelle steht die junge, schwangere und fast mittellose Sandra Stansfield. Die Geschichte wird Mitte der 70er Jahre von Emlyn McCarron berichtet und seine Zuhörer sind David Adley, Peter Andrews und George Gregson, Mitglieder im geheimnisvollen Privatclub „Der Club“ in einem alten Backsteinhaus in der 249 B East Street in Manhattan, New York, in dem sich eine seltsame Schar Männer regelmäßig trifft, um sich ungewöhnliche Geschichten zu erzählen.
Ich war etwas verwirrt, da etwa die Hälfte der Geschichte in dem Club spielt. Den ich übrigens wirklich seltsam finde. Vielleicht ist die Tür eine Schwachstelle, aber mit diesen Dingen kenne ich mich nicht sonderlich gut aus. Jedenfalls ist der Club sehr seltsam.
Die Geschichte selber geht gegen Ende auch eher in richtung Horror. Noch mehr als die anderen. Endlich wieder typischer Grusel. Gute Geschichte und für harmlose Gemüter ncihts für Abends/Nachts ;)

Zitat des Tages (zu Der Musterschüler): "Aha...?! Was für ein Psycho..."

~Lex

Sonntag, 10. Juni 2012

Stephen King: Cujo

Unser Besuch hat einen jungen Hund, also hatte ich Lust auch ein Buch über einen Hund zu lesen.
Inhalt: Cujo. der 200 Pfund schwere Bernhardiner der Cambers, ist wohl der liebenswürdigste Hund in ganz Castle Rock. Durch eine Fledermaus wird er mit der Tolwut infiziert. Donna Trenton und ihr 4-jähriger Sohn Tad schaffen es mit ihrem kaputten Auto gerade so zum Hof der Cambers - nur wartet dort nur der Hund, der die Menschen für seine Qualen verantwortlich macht...

Es hat mich etwas überrascht, dss viele King-Fans Cujo als eins der schwächeren Bücher bewerten. Mir hat es nämlich sehr gut gefallen. Am besten fand ich die besondere Erzählstruktur: Steve schreibt zum Teil aus Cujos Sicht, der ja eigentlich ein sehr lieber und toller Hund ist.
Die Zufälle sind doch sehr zufällig, was mir aber auch erst aufegfallen ist, als ich es in einer anderen rezension gelesen ahbe, also ist es auch nicht sehr auffällig. Im übrigen: Ich sage nicht, dass es keien Zufälle gibt, aber manchmal wird es einfach unwahrscheinlich. Vic ist unterwegs, Cambers ist tot, der Postbote kommt nicht, Brett und Charity sind weg.
Gegen Ende wurde es einfach nur richtig lächerlich, was nicht heißt unglaubwürdig. Der leser (respektive Ich) weiß einfch, dass es in Wahrheit gut so sein kann: Mann verdächtigt Liebhaber, führender Ermittlungsleiter traut Cpuntypolizei nichts zu und schießt total am Zeiel vorbei. Er hielt es jedenfalls füt nicht sehr wahrscheinlich, dass Donna und Tad bei Cambers' sind. Und Gary und Joe (Joe Cambers und sein Saufkumpane) wohnen zu weit draußen, dass man sofort etwas merkt.
Was die Charaktere angeht: Ich habe nicht so sehr mitgefühlt. Natürlich war Tads Tod tragisch, aber ich wusste, das es so ausgeht und war eher 10 Seiten vor dieser Szene traurig. Sein Schicksal hat die Leserschaft gespalten. Ich kann nur meinen Standardsatz sagen: es gibt eben nicht immer ein Happy-End.
Bei Bannerman fand ich es schade, aber er war nicht lange genug dabei, das ich ernsthaft um ihn getrauert hätte. Trotzdem wäre es mir lieber gewesen, hätte es diesen Andy Masen erwischt. Um Joe und Gary war es dann nicht wirklich schade.
-> Man bildet sich zwar sein Urteil über die Charaktere, aber so richtig mitfühlen kann man nicht.
Die vielen Szenenwechsel, wie zum Beispiel Charity oder Vic bieten Abwechslung. Bei Vic könnte ich es noch verstehen und er ist ja ein wichtiger Teil der Geschichte, aber bis auf die Tatsache, dass sich Brett Cambers um seinen Hund sorgt und irgendwelche dämlichen Zufälle (oder Schicksal, wer weiß) verhindert, dass jemand nach Cujo sieht, ist das völlig überflüssig.
Der übernatürliche Part bei der Sache war irgendwie seltsam. Das Monster in Tads Schrank hatte jetzt wirklich keine Funktion. Bretts Schlafwandel-Prophezeiung hat jetzt auch nicht so viel gebracht: Donna holt den Schläger, aber damit hat das nichts zu tun. Und auf seine Träume reagiert Vic gar nicht.

Fazit: Ich habe das Buch nicht verschlungen wie z.B. Duma Key, aber für Fans durchaus geeignet. Nicht Kings bester Roman, aber ganz okay und ein echter Klassiker. Wer Fan ist oder einer werden will, kommt um Cujo sicher nicht herum.
Vielleicht hat es viel von der Wirkung genommen, dass ich schon viel von dem Roman wusste, aber Steves Schreibstil ist immerhin gut und flüssig. (Aber das war er bisher in jeden Roman.)

Zitat des Tages: "Wenn ich mir jemals einen Hund zulege, nenne ich ihn Cujo!"

~Lex

Freitag, 8. Juni 2012

Four past Midnight: Der Sun-Hund

Nach einer Pause, um das neu eingetroffene WarriorCats-Buch zu lesen (das war vogestern), schreibe ich heute die Rezi. Die Geschichte heißt eigentlich Zeitraffer, eine völlig falsche Übersetzung. (Ich kann es zwar irgendwo nachvollziehen, aber es ist faktisch trotzdem total falsch.)Inhalt: Brian bekommt zum Geburtstag eine Sun 660 Polaroidkamera - genau das, was er sich gewünscht hat. aber etwas seltsames passiert mit der Kamera: Sie zeigt immer nur einen Gartenzaun mit einem zottigen schwarzen Hund. Brian bittet den Kleinganoven Pop Merrill um Hilfe. Je mehr Bilder gemacht werden, umso näher kommt er...

Der Klappentext klang gruselig, deshalb habe ich sie nicht schon früher gelesen (sprich: am Abend, nachdem ich mit Der Bibliothekspolizist fertig war.)
Jetzt im Nachhinein wäre es völlig egal gewesen, weil auf den ersten 60% der 200 Seiten-Geschichte nicht wirklich etwas gruseliges passiert. Es ist eben dieser Hund.
Die Echte Action ist auch nur etwa 20/30 Seiten lang. Der Höllenhund gefällt mir.
Pfoten mit Knochensporen, Rauch, Feuer... Das nenne ich echt höllischen Stil.
Die Geschichte ist das Bindeglied ziwschen Stark (kenne ich noch nicht) und Needful Things (habe ich als eins der ersten gelesen). In letzterem werden einige Sachen erwähnt, der ich zeurst keine Bedeutung beigemessen habe, weil ich es nicht wusste: Pop Merrill wird einige Male erwähnt, unter anderem auch, dass sein Laden aus unerklärlichen Gründen in Flammen aufging und er ebenfalls starb.
Für Kenner ist die Geschichte voller Anspielungen - unter anderem kommt ein Teil der Szene in Oatley vor (aus Der Talisman). Fand ich lustig.
Der Epilog ist auch gut geworden... Böse. Beim ersten Satz "Brian kam genau das, was er sich gewünscht hatte.", wurde es schon verdächtig. Das stand nämlich am Anfang der Geschichte auch schon. Böser Hund.

Die Geschichte ist durchschnittlich bis gut (in der King-Skala, natürlich!), die Idee des Hunds aus Polaroidsville gefällt mir gut. Sehr gegruselt habe ich mich nicht. Die Action beginnt erst kurz vor Ende (wenn Action, dann richtig!), ist entsprechend blutig (obwohl es schlimmeres in einigen von Steves Büchern gibt) und gut zu lesen. Trotzdem ist die Geschichte überhaupt nicht langweilig: Das was davor kommt, muss einfach davor kommen.
Empfehlung: Lest die Castle-Rock-Bücher in der Reihenfolge, ist zwar nicht so wie der Dark Tower, aber es gehen viele schöne Anspielungen verloren.

~Lex

Mittwoch, 6. Juni 2012

Stephen King: Außenseiter oder nicht?

Ich habe keine Lust jetzt ins Bett zu gehen, außerdem mag ich das Thema. Sogar die meisten Nicht-Stammleser kennen sie indirekt: Die Außenseiter.
Ihr fragt euch sicher: Wie bitte? (Oder wahrscheinlich einfach nur "Hä?")
Kennt ihr ES? Natürlich. Er ist wohl mit Abstand der bekannteste Vertreter. Im King'schen Sinne sind sie wahrhaft gottgleiche Dämonen und von Normalsterblichennicht zu besiegen - man kann sie nur verbannen/schlafen lassen. Ich kann leider nicht zu allen etwas sagen, da ich viele der Bücher, in denen sie vorkommen, noch nicht kenne. Trotzdem, hier eine kleine Liste, hauptsächlich von Stephen King-Wiki:

-Es (ES)
-Tak (Regulator/Desperation)
-Persephone (Duma Key)
-Dandelo (Dunkler Turm)
-Ardelia Lortz (Der Bibliothekspolizist)
-ein namenloses Wesen (Sara)
-der namenlose Herrscher des Buick (Der Buick)
-Rose Madder (Rose Madder/Das Bild)
-Der Gott der Qual (The little Green God of Agony)
-Lord Malshun (Black House - mit Peter Straub)
 Es als Pennywise

Ich kenne natürlich noch nicht alle, aber kann sagen, dass ich Persephone sehr inspirierend fand. (Ich habs eigentlich nicht so mit Insekten wie Ardelia oder Rose, aber Rose, Dandelo & co sind cool.)
Es gibt einige Eigenschaften, die auf Außenseiter zutreffen, aber obwohl er ihnen nicht entspricht, gehört der Scharlachrote König in gewisser Weise dazu, weil:
-er hat äußerlich gewisse Ähnlichkeit mit Persephone
-er ist ebenso wie Rose Madder eine Werspinne
-er scheint ebenfalls ein gewisses Vergnügen an seinem Tun zu haben (herrschen ist doch immer cool...)
-er ist in Discordia gefangen

Der scharlachrote König

Bei diesem Stichwort - wenn ihr diese Anzeichen bemerkt, habt ihr einen Außenseiter vor euch und solltet euch besser nicht mit ihm anlegen (entweder ihr sterbt oder ihr gewinnt, gelegentlich beides).
1. Sie sind an einen Ort gebunden (Perse in eine Porzellanfigur, Es an Derry...)
2. Sie stehen mit Stürmen in Verbindung (Es in Todesqualen verursacht einen Sturm, Ardelia beschwört einen...)
3. Sie haben Freude an ihrem Tun (Tak gibt es offen zu - es macht ihm einfach Spaß)
4. Sie ernähren sich von Menschen (Es & Ardelia ernähren sich durch die Ängste der Kinder, Tak verbraucht seine Wirtskörper)
5. Sie können die Gestalt von Menschen annehmen (Pennywise der Clown, Ardelia Lortz...)
6. Viele haben lange Ruhephasen (Es im 27-Jahre-Zyklus, Perse wird fast 80 Jahre verbannt, Tak 150 Jahre)

Bei einigen ist es nichtmal sehr klar, ob Männlein oder Weiblein. Das ist besonders interessant - sie sind ja wortwörlich Wesen von außerhalb.
Wir wissen, dass:
-Es weiblich ist, ebenso Persephone, bei Rose Madder ist es nicht ganz klar
-Tak ordne ich als männlich ein, Lord Malshun und Dandelo ebenso, der Gott der Qual klingt ebenfalls männlich, obwohl für mich Götter neutrum sein können
-Bei dem Ardelia-Außenseiter bin ich nicht sicher, und die namenlosen Wesen aus Sara und Der Buick sind definitiv nicht einzuordnen - sie haben nichtmal einen Namen, kein Aussehen, gar nichts. Das muss verdammt schlimm sein.

Alles in allem sind sie aber letztenendes ja sowieso keine Menschen - Steve benutzt gerne Insekten als Vorlage (Rose, Dandelo, Ardelia...). Aber auch persephone als richtig klassische Dämonen hat mir bisher noch man besten gefallen - Geisterschiffe haben Stil, finde ich.

~Lex

PS: Vielleicht kommen noch Ergänzungen, wenn ich mehr der Bücher mit diesem Wesen gelesen habe.

Four past Midnight - Der Bibliothekspolizist

Im Warten auf ein bestelltes Buch entschied ich mcih für eine nicht allzu lange Geschichte (und 300 Seiten sind ja wirklich nicht lang). Der Bibliothekspolizist ist die erste von zwei Novellen in der Sammlung Nachts. Im Gesamten eigentlich die Dritte - aus irgendeinem seltsamen Grund sah sich der deutsche Verlag mal wieder veranlasst, die Sammlung zu trennen. Die ersten beiden Novellen stehen im Buch Langoliers, was aber im Prinzip so ziemlich egal ist.
Inhalt: Der 40-jährige Versicherungsmakler Sam Peebles ist schockiert: Er soll beim kommenden Treffen seines Rotarierklubs eine halbstündige Rede halten. Für so etwas ist Sam nicht geschaffen, kann aber nicht nein sagen und stürzt sich gleich in die lästige Arbeit. Um die Rede aufzupeppen betritt er zum ersten mal die Statdbibliothek - solche Orte sind ihm aus unerfindlichen Gründen verhasst. Bibliothekarin Ardelia lortz ist ihm unsympathisch, gibt ihm aber genau die Bücher, die er braucht. Aber als er die Abgeabefrist überschreitet droht sie ihm mit der Bibliothekspolizei - und die stellt sich als echter als gedacht heraus...

Zuerst wollte ich die zweite Novelle des Bandes zuerst lesen, aber dann hatte keine Lust, mitten im Buch anzufangen. Als ich den Namen Ardelia Lortz gelesen habe, war die Sache sowieso klar - ich kannte ihren Namen bereits von King-Wiki.
Die Geschichte ist verdammt unheimlich, auch wenn ich den Schluss nicht  perfekt fand, war er ganz okay. Sehr unheimlich war ja, dass Sam Ardelia (eine Außenseiterin) zwar vernichtet (nicht so lecker), aber Dave trotzdem weiß, dass sie wahrscheinlich nur schläft.
Zuerst habe ich wirklich 0 verstanden, aber dann wurde das ganze spannender - und unheilich. Aber eine Frage habe ich doch noch: Ist der Außenseiter, der Ardelias Gestalt hat Männlein oder Weiblein? Das wird nicht wirklich klar.Jedenfalls gefällt mir die geschichte, obwohl ich genau weiß, dass ich jetzt immer, wenn ich ein Buch ausleihe (was ich eigentlcih sowieso selten mache) daran denken muss.

Der Außenseiter ist ja alles andere als schön, aber mir hat gut gefallen, wie sie/es wieder die 60er heraufbeschworen hat. Die ganze Idee der Geschichte (viel davon nimmt Daves Erzählung ein.) ist cool. Und irgendwie stimmt es doch: Eigentlich sind wirklich nur wenige Änderungen nötig, um aus Märchen Horror zu machen. Zwar nicht so ganz extrem wie Ardelias Versionen vielleicht - aber viel nicht.
natürlich sind leute, die Kidnern etwas tun, einfach nur schrecklich (wobei Ardelia sich ncihtmal nur auf Kinder beschränkt, sie amcht es sich einfach, das ist alles), aber wenn wir mal von dem übernatürlichen Part absehen ist diese Geschichte wahr.
Bin heute philosophisch.

Zitat des Tages: "Ardelia Lortz...aaaahja!"
~Lex o'Dim

Sonntag, 3. Juni 2012

Der Talisman - Stephen King

Schon länger her als sonst, dass ich poste - aber ich hatte ja auch keine Zeit, weil ich in Rom war ;) Wie schon erwähnt, habe ich Der Talisman aus meinem ganzen Stapel ausgewählt.
Inhalt: Jack Sawyer ist gerade einmal zwölf Jahre alt, als ihm das größte Abenteuer seines Lebens bevorsteht. Auf der gemeinsamen Flucht mit seiner sterbenskranken Mutter vor dem Geschäftspartner seines verstorbenen Vaters, der von ihr die notwendigen Unterschriften zur Übernahme der Firma erzwingen will, kehren sie an der amerikanischen Ostküste in einem heruntergekommenen Hotel ein. Jack lernt in einem geschlossenen Vergnügungspark Speedy Parker kennen, der sich um die Instandhaltung der Fahrgeschäfte kümmert. Speedy klärt Jack darüber auf, dass er eine Reise anzutreten hat. An der Westküste warte ein geheimnisvoller Talisman darauf, von ihm gefunden zu werden. Jedoch muss er nicht nur quer durch die Vereinigten Staaten wandern: Speedy ermöglicht Jack den Zugang zu einer mittelalterlichen Welt, die Region, die unserer zwar ähnlich, aber doch wieder gänzlich verschieden ist. Die Königin dieser Welt ist, genau wie seine Mutter, schwer krank, aber der Talisman soll beide heilen können. Also macht Jack sich auf den Weg, immer zwischen beiden Welten wechselnd, und erlebt ein Abenteuer voller Freundschaft, Verrat, Hoffnung, Angst und vieler wundersamer Dinge.

Am Abend zuvor hatte ich mit lesen angefangen und muss sagen, dass mich der Anfnag verdammt skeptisch machte. Zwar ist das Buch bei Fans hochgelobt, aber ich war zuerst etwas irritiert, weil der Einstieg etwas seltsam war. Nach etwa 100 Seiten war klar, dass die Begeisterung nicht von ungefähr kommt. Zwar wird das ganze als Fantasy-Roman gehandelt, aber eine deftige Portion Horror gehört bei Steve natürlich dazu.
Die Handlung ist einfach genial, viel Spannung, Action, traurig und lustig.
Auch die Idee der Twinner hat mich inspieriert, da ich selbst gerne mit dieser Paralleluniversum-Sache arbeite. Überhaupt ist diese ganze Welt gut durchdacht. Am besten geschrieben fand ich das Sunlight-Heim und den Schluss, aber eigentlich ist das ganze Buch toll.
Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, besonders Wolf. Ich war wirklich traurig, als er starb. Jack und Richard sind ebenfalls tolle Helden, auch wenn ich (besonders im Ausbildungslager der bösen Wölfe) SEHR skeptisch wurde: Diese beiden sollen zwölf sein? Richard benimmt sich wie ein normaler 12-jähriger, womit er Jack behindert, was das ganze natürlich blöd aussehen lässt.

Sunlight Gardener/Osmond, aber vor allem Morgan Sloat/van Orris sind die perfekten Bösewichter. Richtig gemein. Wobei ich mich bei "Sunlight" sowieso gewundert hatte, das ist ja kein Vorname. Robert Gardener. Bei Morgan van Orris Kleidung fühle ich mich leicht an Walter o'Dim (meinen Lieblingscharakter) aus dem Dark Tower oder Die Augen des Drachen erinnert. Ich mag Umhänge gerne.
Bei Osmond/Gardener weiß ich nicht, wer interessanter ist. Osmonds peitsche ist verdammt beeindruckend, aber der Psycho-Prediger Sunlight ist auch nicht übel. Jedenfall bekommen sie am Ende das, was sie verdienen.
Das Buch ist spektakulär, interessant und einfach toll. Auch der Schluss hat mir sehr gut gefallen, was gar nicht so einfach ist.
Ab jetzt kommen einige King-Bücher, ich war auf Großwild-Jagd auf dem Flohmarkt ;)

~Lex o'Dim

Samstag, 26. Mai 2012

Stephen King - Duma Key 2.0

Dazu hatte ich schonmal was geschrieben, aber mir ist aufgefallen, dass das ganze doch recht kurz ausgefallen ist... Außerdem habe ich dieses großartige Buch nochmal gelesen (891 Seiten schaffe ich locker in 4 Tagen, wenn man mich lässt).
Beim zweiten lesen erschließt sich einiges viel deutlicher, weil man nicht mehr so viel herumrätselt. In meiner (noch recht bescheidenen) Sammlung von Stephen King-Werken ist Duma Key bisher mein Lieblingsbuch. Wenn ich ehrlich bin, habe ich von dem Buch eigentlich nur King'schen Durchschnitt erwartet. Es war ein Glück, dass ich das zum Sonderpreis gefunden habe. Jedenfalls wusste ich nicht wirklich, was ich davon halten sollte, weil ich mich nicht daran erinnere, den klappentext gelesen zu haben - ich bin mir nichtmal sicher, ob meine Version des Buchs einen HAT. Mit einer so genialen Story habe ich jedenfalls nicht gerechnet.

Inhalt: Der erfolgeiche Bauunternehmer Edgar Freemantle hat auf einer Baustelle einen Unfall, bei dem er seinen rechten Arm verliert und schwere Verletzungen davonträgt. Sein Theraput Dr. Kamen rät ihm zu einem Ortswechsel. Also mietet Edgar das Big Pink (eigentlich Salmon Point) auf der Florida Insel Duma Key. Nach und nach ereignen sich seltsame Vorfälle - nicht nur, dass Edgar wie aus dem Nichts grandios zeichnen und malen kann. Seine Bilder nd das Malen selbst scheinen ein Eigenleben zu entwickeln...

Das Buch macht allein schon deshalb neugierig weil es mit einer Erinnerung beginnt: Wie man ein Bild zeichnet. Ich habe diese Rückblenden das ganze Buch über geliebt. Je mehr man erfährt, umso mehr Fragen tauchen auf.
Edgars mühsame Rehabilitation, dann wechselt die Szene relativ schnell auf Duma Key. Edgar erzählt die ganze Story vier Jahre nach den Ereignissen aus seinem dritten Leben heraus. Das als Bauunternehmer war das erste, Duma key das zweite.
Edgar hat mit Gedächtnisproblemen und Aggressionen zu kämpfen. Jack Cantori, der junge Verwalter, mit dem er sich bald anfreundet, sowie Jerome Wireman und Elizabeth Eastlake werden zu guten Freunden. Allein für diese Charaktere hätte Steve einen Preis verdient. Ich hoffe sehr, dass das Buch irgendwann verfilmt wird.
Nach und nach werden die merkwürdigsten Sachen enthüllt - Wiremans Vergangenheit zum Beispiel. Von ihm habe ich einige nette spanische Ausdrücke gelernt - sogar im echten Leben sage ich ab und zu Vielleicht sí, vielleicht no. Nicht absichtlich. Und huevos. Eier. Wireman ist mit Abstand mein Lieblingscharakter im Buch. Natürlich sind alle ziemlich cool.
Mir ist erst jetzt aufgefallen, dass man nicht genau weiß, wie Edgar aussieht - er beschreibt sich ja nicht selbst, zumindest nicht, was Haar- und Augenfarbe angeht. Sowas eben.
Ebenso die umfangreiche Nebenbestzung: Kathi Green, die Reha-Queen. Kamen, Pam Freemantle und die beiden Töchter Melinda und Ilse (wobei Ilse eigentlich ein ungewöhnlicher Name für Amerikaner ist...). Tom Riley, Mary Ire. Die Leute aus er Scoto-Galerie und noch zig andere - alle sehr gut geschrieben.
Die ganze Geschichte ist tragisch, witzig und gruselig. Gruseliger als Friedhof der Kuscheltiere (finde ich zumindest), tragisch, was das Schicksal der Familie Eastlake betrifft, besonders Tessie und Lo-Lo. Und witzig wegen Jerome, der immer einen coolen Spruch parat hat. Zumindest fast immer. Ein Lexikon der sinnfreien Informationen, Zitaten, deren Sprechern und der Jahreszahl.
Die Sache mit Candy Brown war erst der Anfang - Zu recht sagt Jack, Edgar hätte einen Orden verdient.
Am meisten hat mich dann aber irgendwann (ab Seite 600 wirds ziemlich unheimlich!) das Geisterschiff Perse fasziniert. von ihr geht alles aus - auch das unheimliche Zeichentalent von Elizabeth in jungen Jahren und Edgar. Wireman sagt zu recht: Kaputte Menschen sind auf Duma Key besondere Menschen. Elizabeth im Alzheimer-Nebel kann ihnen nicht viel helfen - aber immer wieder gibt sie bei klarem Verstand seltsame Botschaften von sich, die im Nachhinein völlig logisch sind - am meisten verwirrt Edgar wohl Der Tisch leckt.
Der wichtige Satz It was RED! aus dem Lied Fancy (Reba McEntire), nach der Sängerin wurde sogar die Puppe Reba benannt, hat mich interessiert und ich habe mir das Lied angehört (einfach auf Youtube gehen). Ich muss sagen, es ist gar nicht so schlecht, obwohl der so bedeutende Satz im Lied nicht sehr bedeutend ist. Aber es hat trotzdem gut gepasst.
Wenn man das Buch erneut liest fügen sich auch Details, die man bei so einem dicken Buch schonmal vergisst, logisch zusammen. Edgar zeichnet eine Frau in einer roten Robe, eine seiner ersten Zeichnungen. Der geneigte(Erst-) Leser wird diese Kleinigkeit vergessen haben, wenn sie seit 300 Seiten nicht erwähnt wurde. Im Nachinein ist es natürlich klar. Auch dass Libbit (Elizabeth) immer darauf bestanden aht eine Figur im Teich zu versenken ist im nachhinein logisch - aber wenn sich die Ereignisse gegen Ende überschlagen denkt daran natürlich niemand mehr.
Perse (wie Percy ausgesprochen) ist eine der gruseligsten und coolsten Gestalten, die ich bisher aus Büchern kenne. Ich finde sie besser gelungen als den Wendigo aus Pet Sematary, vor allem aber, weil der eher eine reelle Bedrohung ist. Perse ist real. Sie schaltet Elizabeth aus - für sie sind wir Menschen nur Spielzeuge. Und eine Dämonengöttin mit einem eigenen Schiff hat was, oder?
Duma Key ist einfach ein richtig geniales Buch. Wenn mans ich die Übersicht anschaut, stockt die Story vor sich hin, abr davon merkt man einfach nichts. Das Buch ist genauso wie es sein sollte. Wie die Geschichte aufgerollt wird, ohne zu viel zu verraten, schöne Weißheiten und auch trauriges. Und natürlich der Gruselfaktor, der gegen Ende nicht unerheblich ist. Wie der Big Boy, Emery udn die Zwillinge. Nicht zu vergessen Persephone höchstpersönlich.
Die einzige Frage: Warum ähnelt Persephone dem Scharlachroten König so stark? Ich fühlte mich jedenfalls sehr an ihn erinnert, allein schon, weil sie dieselbe "Kleidung" tragen. King hat sich dazu bisher nicht geäußert, soweit ich weiß. (Ich gehe in meinen FFs, sofern ich mal welche schreiben sollte, davon aus, dass die beiden irgendwie evrwadnt sind - Perse ist zwar eine "Außenseiterin" (Dämonengöttin), aber was der Crimson King ist weiß ich jetzt auch nicht so genau...

~Lex o'Dim

Mittwoch, 9. Mai 2012

The Stand - Das letzte Gefecht (Film)

Da ich The Stand über alles liebe (sogar ohne das Buch zu kennen) und die Graphic Novels sammele dachte ich, es lohnt sich, da mal reinzuschauen. Die Version auf Youtube ist ein deutscher Trailer und ein englischer Film in 15 Teilen. Englisch ist kein großes Problem, wobei es an einigen Stellen doch etwas knifflig ist, alles zu verstehen.
Besonders witzig finde ich Jamey Sheridan als Randall Flagg (die "böse" Gestalt ist aber Mist, Randall ist kein Dämon, sondern ein Magier), der echt süß aussieht. Außerdem hat er die Synchronstimme von Ray Stantz, dem liebenswerten Trottel aus Ghostbusters, was nun nicht wirklich passt. Die englische Stimme ist aber sehr schön.
Aber fangen wir vorne an. (Vorsicht, wer sich die Handlung nicht verderben will, nicht weiterlesen!)

Der Film beginnt sehr dramatisch. Charles Campion flieht mit seiner Familie, schafft es aber nicht mehr. Er stirbt qualvoll in Stus Armen in Texas- er ist quer durchs ganze Land gereist.
                                                                     Stu Redman
Arnette wird vom Militär abgeriegelt. Und das verdammt brutal. Alles landen früher oder später im Seuchenkontrollzentrum, nur Stu ist als einziger nicht krank. Alle anderen sterben.


Endlich kommen wir zu Larry. Er fährt durch New York (Kalifornisches Kennzeichen), sein Lied spielt im Radio.  
                                                                       Larry Underwood
Das Lied ist ziemlich cool, Larry sieht sehr gut aus und ist witzig. Er hat Ärger, hat sich Geld geborgt. Alice Underwood ist ziemlich verbittert, ganz schön traurig. Larry ist süß, aber es ist offensichtlich, dass er auch eine schlechte Seite hat. Auch hier eine wunderschöne Musikuntermalung.
Zusammen mit seiner Freundin Nadine kann Larry schließlich durch den Lincoln Tunnel New York verlassen.
Die Szene wechselt nach Maine, zu Frannie Goldsmith. Wieder eine friedliche Musikuntermalung. Harold, Frannies Verehrer, ist nicht sehr vorteilhaft und sie lässt ihn abblitzen. Ihr Vater ist ein ganz netter Mann, die beiden verstehen sich prima.
                                                                Frannie Goldsmith
Ein weiterer Charakter wird schließlich vorgestellt: Nick Andros. Er ist taubstumm, aber intelligent. Auf der Reise wird er überfallen und wacht im Sheriffbüro auf. Er freundet sich mit Arzt und Sheriff an - die Täter werden gefasst, sterben aber bald darauf an den Folgen der Supergrippe, ebenso wie alle anderen. Auf dem Weg trifft Nick Tom Cullen, einen freundlichen, aber einfältigen Mann.
                                                                      Nick Andros
Immer wieder wechselt die Szene hin und her. Schließlich kann Stu fliehen, nach einem heftigen Kampf mit dem letzten noch lebenden Arzt. Außerdem wird immer wieder eine Krähe gezeigt, die das Geschehen beobachtet...
Alle Protagonisten bekommen Träume, in denen sie in einem Maisfeld sind. In den Guten begegnen sie Mother Abagail Freemantle, einer 106 Jahre alten, freundlichen Frau, die in Hemingford Home lebt. In den schlechten treffen sie ihn. Zuerst wird sein Gesicht nicht gezeigt, aber seine unheimlichen Kräfte: Aus der Entfernung tötet er mit einer Handbewegung ein Reh und den Mann, der die Ankunft des "Dunklen Manns" und "Monsters" ankündigt. Man kann lediglich erkennen, dass er lockige Haare hat. Alle seine Zaubertricks werden von einem Geräusch und einem Blitz begleitet.

Der Dunkle Mann

Schließlich kommen alle "Guten" zusammen und brechen auf nach Boulder, Colorado, wo die "Freie Zone Boulder" entsteht. Dorthin kommen immer mehr Menschen. Der Strom wird wieder angeschaltet, ein Kommitee wird gebildet - unter anderem Stu, Nick, Frannie und eine Frau namens Susan Stern.
Auf dem Weg trafen die Freunde weitere Hauptcharaktere: Einen Cowboy, Ralph Brentner. und den alten Maler Glen Bateman mit seinem Hund Kojak.
Aber auch Flagg ist nicht untätig. Er befreit mit coolen kleinen Zaubertricks Lloyd Henreid, der sein Vorarbeiter wird. In dieser Szene wird zum ersten Mal sein Gesicht gezeigt, er kommt sogar sehr sympathisch rüber. Der Style ist ungewungen: Cowboystiefel, Jeans, Jeansjacke. Nichts deutet auf den ersten Blick darauf hin, dass dieser Mann das schlimmste Geschöpf der Welt ist. Er hat ein sympathsiches und freundliches Lachen, wenn auch einen etwas seltsamen Sinn für Humor. Hier nennt er zum ersten Mal seinen Namen.
                                                  Randall Flagg ist eigentlich sehr sympathisch
Aber auch so ist er fleißig: Immer wieder ruft er Nadine in seinen Träumen, sagt ihr, dass er sie liebt und sie zu ihm kommen soll. Sie verlässt Larry, taucht aber wieder in Boulder auf. Frannie und Stu kommen zusammen, worüber Harold nicht sehr glücklich ist.
Er und Nadine legen eine Bombe, bei deren Detonation unter anderem Nick Andros und Susan Stern sterben. Das war eine der erschreckendsten Szenen, weil Nick ja so ein süßer cooler Charakter ist. Harold und Nadine fliehen.
Flagg hat sich in Vegas ein Reich aus Technik und Bösewichtern erbaut. Er ist der Chef.
                                                          Randall Flagg ist der Boss
                            Eine von Randall bevorzugte Geste - er stellt sich dümmer als er ist
                            Randy sieht aus, als könne er keiner Fliege etwas zuleide tun, ist oft albern
Das Kommitee schickt einige Spione, unter anderem den einfältigen Tom Cullen nach Las Vegas. Aus Stus ehemaliger Gruppe ist auch George dabei, ein etwas älterer Mann. Er fährt mit dem Auto, wird von Flaggs Leuten verfolgt. Als der eine, der noch übrig ist aber den Job nicht ordnungsgemäß ausführt zeigt sich Randalls schreckliche Seite: Er verwandelt sich aus einer Krähe in seine Menschengestalt, schlägt den Mann nieder und dann... Wir wissen nicht, WAS passiert, aber als er dann bei strömendem Regen mit nassen Haaren im Auto sitzt und Lloyd anfunkt, sind seine Hände und sein Gesicht blutverschmiert...
   Randall ist erbost über die Missachtung seiner Anweisung- derjenige hat diese aber Sorge nicht mehr...

Mother Abagail verschwindet, taucht dann aber wieder auf, todkrank. Zeitgleich macht sich der einfältige Pyromane "Mülleimermann" (dessen Umsetzung mir in den Graphic Novels deutlich besser gefällt) auf Anweisung Flaggs auf in die Wüste Nevadas. Abagail schickt mit ihrem letzten Atemzug vier Boten los: Stu, Larry, Ralph und Glen. Die vier machen sich auf den Weg nach Las Vegas...
Harold wird nach einem (von Flagg beabsichtigten) Motorradunfall von Nadine schwer verletzt liegen gelassen und schießt sich schließlich in den Kopf, als ihm klar wird, was er getan hat. Stu, der mit seinen Freunden auf Reisen ist, bemerkt es, eine paranormale Übertragung.
                            "Liars sit in chairs, you know?" Flagg sitzt oder liegt lieber auf dem Boden
Eine der Spione, Dana, wird zu Flagg gerufen. Dana tötet sich, damit sie Randall nicht sagen muss, dass Tom der vierte Spion ist. Ihn kann Flagg nämlich nicht sehen. Da Tom bei den Anweisungen unter Hypnose stand sieht Flagg immer nur seinen Satz: "M O O N. That spells Moon."
                                           Randall und Nadine sind total verliebt - oder nicht?
Es war bereits sehr auffällig, dass Nadines Haare immer heller wurden. Das hängt mit Flagg zusammen, was spätestens klar wird, als er sie am Feuer trifft und in seiner Dämonengestalt (die vollkommen überflüssig und sinnlos ist) vergewaltigt. Der Mond färbt sich rot, man hört Nadine nur schreien - sie macht sich keine Illusionen mehr. Das ist eine der schlimmsten Szenen im ganzen Film.
                                                                 Randall ist gut gelaunt, singt gerne
Pure Ironie, dass die beiden am nächsten Tag im Auto sitzen, er fährt und singt "Baby, kann you dig your man", von Larry Underwood. Er hat eine sehr schöne Stimme. Nadine ist ab jetzt völlig verängstigt und passiv, ihre Haare sind wasserstoffblond, fast weiß.
                                              Flagg macht keinen Hehl aus seiner Identität
Die beiden kommen in Vegas an (er hat ein schnelles Cabrio mit einem bunten Nevada-Kennzeichen, auf dem FLAGG steht.) In Vegas wird er wie ein Filmstar begrüßt.
                                                      Flagg ist fast ein Filmstar - ohne Film
Nadine ist ängstlich, aber es sind schon Anzeichen zu erkennen, dass sie langsam verrückt wird - als sich die Fahrstuhltür schließt, sagt sie (gegen Ende hin verrückt-fröhlich): "We are dead and This. Is. HELL."
          Nadine hat fast weiße Haare und wird langsam verrückt - das entgeht Randall natürlich nicht
Beim Durchqueren einer Schlucht bricht sich Stu ein Bein - er muss zurückbleiben. Kojak bleibt bei ihm, die anderen drei gehen weiter, werden kurz darauf festgenommen und eingesperrt. Nur Flaggs Anweisung bewahrt sie vorerst vor dem Tod. Stu ist schwer krank.

In Haft wird Glen von Lloyd auf Anweisung Flaggs erschossen, nachdem Glen Randall ausgelacht hat - der hatte vorgeschlagen, wenn Glen ihn auf Knien um seine Freilassung bitte, würde er ihn gehen lassen. Larry und Ralph beten immer wieder ihr Matra: "I fear no evil."
                                 Schwer verletzt evrzeiht Glen Lloyd: "You don't know it better son"
Flagg ist bester Laune, singt weiterhin "Baby, can you dig your man", während Nadine verängstigt und passiv auf der Couch sitzt. Es klingelt.  
Flagg: "Can you go, Sweetiepie?" Keine Reaktion. Flagg: "Uh... I guess not."
                                                   Flagg singt gerne - und wird unterbrochen
Flagg bekommt einen Ausraster, nachdem er erfährt, dass Lloyd wusste, wer der dritte Spion ist - nur ist er selbst schuld, da er ihn nicht ausreden ließ. Flaggs Zerstörungswut (in Dämonengestalt) richtet sich gegen die Einrichtung. Beispielsweise wirft er ein Glas gegen die Wand.
                                                     Randall Flagg ist ein echter Angeber
Eine der besten Szenen: Randall regt sich halbwegs ab, kommt rein. Randy: "Ich könnte jetzt einen Drink gebrauchen" Lloyd: "Ist an der Wand..." Randall ist erst verwirrt, fängt dann aber tierisch an zu lachen.
Als sich die beiden weiter unterhalten, schleicht sich Nadine auf den Balkon - sie ist schwanger mit "little Randall jr." wie Flagg es nennt, will das aber nicht. Randall merkt nichts, bis Lloyd gegangen ist.
                                              Randall ist gar nicht begeistert von Nadines Tun
Auf dem Geländer stehend verhöhnt Nadine ihn - ein Zurückgebliebener wie Tom Cullen konnte ihn austricksen, niemand respektiere ihn noch. Dann stürzt sie sich die vielen Stockwerke hinunter.
Randall ist verzweifelt, versucht sich aber einzureden, dass es nicht so wichtig ist.
                                                          Flagg ist mehr als geschockt
Es kommt zum Showdown - Larry und Ralph sollen hingerichtet werden, in Stücke gerissen. Flagg macht eine riesige Show daraus.
Randalls Vorfreude ist unbestreitbar




Eine riesengroße Show soll es werden: Larrys und Ralphs Hinrichtung
                                                         Randall verließt sein Urteil
Er verspottet Larry und Ralph, nachdem er sie zum Tode verurteilte.
                       Larry: I Fear no evil...  Randall: Ooooooooh... *sarkastisch* Have you finished now?
Als einer seiner Leute den anderen zuruft, das wäre nichts, was echte Amerikaner tun würden, tötet er ihn, mit einem Ball aus Elektriziät. Doch nun taucht auf einmal Mülleimermann auf - auf dem Anhänegr eine Atombombe.
                                         Randall demonstriert verärgert seine magischen Kräfte
Das Ende ist tragisch - Die Hand Gottes erscheint, Abagails Stimme dankt Larry und Ralph. Kurz bevor die Bombe explodiert und las Vegas dem Erdboden gleichmacht, verwandelt Randall sich in eine Krähe.
Larry & Ralph: Hol uns nach Hause...
Tom, der Stu aus der Schlucht geholt hat und Stu selbst sehen das Leuchten am Horizont. Mithilfe von Nicks Geist, der nun hören und sprechen kann, pflegt Tom Stu wieder gesund. Im tiefsten Winter kommen die beiden nach Hause. Als erstes treffen sie auf Teddy Weiczak, toll gespielt von Stephen King persönlich. Frannie hat ihr Baby geboren, das beinahe an der Grippe starb, aber überlebte. Larrys Freundin ist schwanger - es kommt ihr nicht so vor, als wäre Larry weit weg. Am Ende taucht Mother Abagail in der Glasscheibe auf und beglückwünscht sie.

Der Film ist einfach toll, auch wenn sie von Kritikern in der Luft zerrissen wurde. Vielleicht keine würdige Verfilmung eines so tollen Buches, aber für sich gesehen genial. Er bietet Spannung, Schockmomente und tolle Charaktere. Leider fehlen mir etwa 40 Minuten, da diese Teile auf Youtube gesperrt waren. Zudem ist das Verständnis des Englsichen nicht immer gewährleistet. Dennoch ist der Film einfach toll. Ich habe ihn wirklich genossen.
~Lex o'Dim

PS: Walter o'Dim und Randall Flagg sind dieselbe Person...

Samstag, 28. April 2012

Stephen King - Full Dark, No stars

Da bin ich mal wieder mti einem brandneuen Stephen King-Buch. Die Auflage ist von 2010, also noch ziemlich frisch. Zu der ersten Geschichte "1922" habe ich ja bereits etwas geschrieben, siehe weiter unten. (Ich hasse Ratten immer noch!)
Aber da sind ja noch die anderen Geschichten. (Vorsicht Spoiler!)
Big Driver
Inhalt: Schriftstellerin Tess ist gerade von einer Lesung nach Hause unterwegs. Mitten auf einer haklb verlassenen Landstraße hat sie einen Platten - wirken die Bretter auf der Straße nicht wie eine Falle? Leider ist dieser Gedanke gar nicht so falsch. Trotz allem kann sie sich irgendwie nach Hause befördern. Und plant ihre Rache.
In gewisser Weise war das die Geschichte, die ich am wenigsten mochte, obwohl ich nicht so genau weiß, wieso. Sie ist gut und flüssig geschrieben, auch wenn es am Anfang ein paar Stellen gab, bei denen die Geschichte langweilig wirkt. Aber nach dem Anfang gibt sich das. Tess' Rachepläne, ihre verzweifelten Überlegungen. Sie will nicht zur Polizei gehen, um den Medienrummel zu vermeiden. (Es war schon lustig, dass der Verein, über den sie schreibt, Willow Grove heißt. Echte 13 Geister-Fans wie ich oder Cyka wissen warum.) Interessant fand ich es schon, als Tess herausfindet, die nette und >joviale< (neues Wort gelernt, heißt so viel wie wohlwollend) Ausrichterin der Lesung, die ihr den Weg über die Landstraße wies, da auch mit drinhängt. Es kommen einige überraschende Wendungen und Erkenntnisse. Gut geschrieben, nur nicht so mein Thema.

Faire Verlängerung
Inhalt: Streeter ist schwer krebskrank, als ihm ein Mr. Elvid (man tausche die Buchstaben) ihm eine Faire Verlängerung anbietet. Dafür muss er aber jemanden ins Unglück stürzen. Am besten jemand, den er abgrundtief hasst. Die Wahl fällt auf seinen besten Freund.
Damit ist die Geschichte eigentlich schon fast erzählt. Da sie ziemlich kurz ist, kann man nicht viel dazu sagen. Ich habe den Sinn der Geschichte nicht wirklich verstanden. Und Streeter muss verdammt abgebrüht sein, wenn er glücklich damit ist, dass seine Familie erfolgreich ist, während die seines besten Freudnes stirbt oder ähnliches. Ein bisschen erschreckend. Die Familie wird mit Unfällen, Krankheiten und sonstigem überhäuft und Streeter sitzt seelenruhig daneben und spielt den guten Freund. Er hat die Familie seines besten Freudnes gegen 15 oder 20 Jahre mehr für sich eingetauscht.
Auch nicht so wirklich mein Fall, mal was für zwischendurch, sollte man gelesen haben, ist aber keine der Geschichten, die ich mehrfach lesen würde. Aber sie zeigt deutlich, dass letztendlich jeder nur an sich denkt. Ich glaueb, die meisten Leute würden so handeln wie Streeter. Der Anlass muss nur gegeben sein.

Eine gute Ehe
Inhalt: Darcy ist seit 27 Jahren glücklich mit Bob Anderson verheiratet. Durch Zufall aber findet sie in der Garage ein geheime Versteck, dass sie auf eine ungeheuerliche Fährte bringt...
Bei dem Titel dachte ich auch nicht, dass die Geschichte sehr gut ist, aber das täuscht. Das ist die beste Novelle aus dem Band, zumindest für mich.
Darcy will nicht glauben, dass ihr geliebter Mann, der die Jungpfadfinder betreut tatsächlich der berüchtigte Serienmörder >Beadie< ist, der 10 Frauen und einen kleinen Jungen tötete. Aber sie weiß es. Und in der Tat weiß er, dass sie es herausgefunden hat. Und er vertraut ihr, legt seine Freiheit in die Hände der Frau, die er wirklich liebt.
Es ist an Darcy sich zu entscheiden. Sie tötet ihn, weil sie es ncihta ushält. Ich fand es genial, wie Stephen King Bob erklären ließ, wieso er das tat - eine Art Geist kontrolliert ihn, er kann sich an keiner der Taten selbst erinnern. Der Geist seines vor 40 Jahren überfahrenen Jugendfreundes Brian - BD (englische Aussprache Beadie). Er tötet die Frauen, weil die hochnäsig sind. Sagt er, sagt BD. Diese Form von Schizophrenie kam bereits in dem Buch Rotkehlchen von Jo Nesbo vor. Ich fand es echt interessant.
Nur hat es mich doch sehr gewudnert, dass der Ex-Cop, der herausfindet, dass Darcy Bescheid wusste und wahrscheinlich auch, dass sie ihn umgebracht hat, sie einfach laufen ließ. aber das muss keinen tieferen sinn haben, oder?

Wie alle von Steves Werken ist auch diese Novellensammlung empfehlenswert, schon allein wegen dem genialen Schriebstil. Die Themen sind geschmackssache, aber für alle, die sich für z.B. Serienkiller interessieren, ist die letzte Novelle eine gute Ehe schonmal empfehlenswert.

~Lex o'Dim

Samstag, 21. April 2012

Stephen King - Menschenjagd & 1922

Mal wieder was vom guten alten Stevie!
Durch einen glücklichen Zufall fand ich das relativ dünne Buch "Menschenjagd" von Steve auf einem Flohmarkt. Unter dem Originaltitel "The Running Man" wurde das Buch mit Arnold Schwarzenegger verfilmt, wobei Film und Buch bis auf den Namen der Hauptfiguren und das Grundprinzip der Sendung nichts gemeinsam haben.
Inhalt: Wir schreiben das Jahr 2025. Reality-Shows im Fernsehen sind die populärste Form der Unterhaltung für die Massen - und der beste Weg, schnell an Geld zu kommen. Vorausgesetzt man ist verzweifelt genug. Ben Richards ist verzweifelt genug: Seine kleine Tochter ist schwer krank, und einen Arzt kann sich die Familie nicht leisten. Als Kandidat der lukrativsten, aber auch gefährlichsten Show "Menschenjagd" muß Richards 30 Tage durchhalten, dann winkt ihm eine Billion Dollar Preisgeld. Doch er wird nicht nur vor laufender Kamera von professionellen Killern gehetzt - das ganz Land ist aufgerufen, sich an der Jagd zu beteiligen.
Horror vom Feinsten, diesesmal ohne übernatürliche Phänomene. Der Roman ist extrem gesellschaftskritisch, zeigt die Armut auf der einen Seite, die Ben Richards kennt. Ein kleines Mädchen stirbt wegen der Luftverschmutzung an Lungenkrebs. Alles wird als Unfälleoder ähnliches gezeigt.
Ben mahct aus Verzweiflung mit. Er ist der "Reißende Wolf" und alle sollen ihn jagen. Alle hassen ihn, aufgrund der Propaganda der Spielekommission. Nur seine Leute, denen es ebenso schlecht geht, helfen ihm. Denn Menschenjagd ist der beste Weg für Fensehanstalt und Polizei - die im Prinzip so eng zusammenarbeiten, dass es das gleiche ist - Aufrührer und Andersdenkende auszumerzen.
Besonders interessant fand ich Jimmy Laughlin, der zweite Kandidat bei Menschenjagd. Ein 25-jähriger. Er stirbt später, aber zuerst wird er nur "der Mann mit der säuerlichen Stimme" genannt. Er kam sympathisch rüber, finde ich. Schade um ihn.
Den Schluss fande sogar ich ein bisschen erschrecken, aber auf jeden Fall schade. Im Flugzeug (denn er schafft es tatsächlich) wird Ben angeboten Evan McColes Platz einzunehmen - dem Chefjäger. Außerdem erfährt er vom Tod seiner Frau und seiner kleinen Tochter.
In letzten blutigen Szenen richtet Ben die komplette mitfliegende Crew hin, inklusive McCone. (Ich fand es unfair, weil der Pilot überhaupt keine Schuld hatte.) Selbst schwer verletzt lässt er die ehemalige Geisel Amelia mit dem Fallschirm abspringen und steuert das Flugzeug in die Chefetagen (im wahrsten Sinne des Wortes) des Fernsehsenders und der Spielekommission.
Was wohl bedeuten soll, dass die Herrschaft der Spielekommission und der Medien vorbei ist. Ich finde es schade, dass die alle sterben. Traurig, ungerecht. Jedenfalls ist das eins der King-Bücher, wo sogar ich sofort die kritischen Untertöne sofort heraushöre. (Im übertragenen Sinn versteht sich!)
Das Buch kann man prima an einem Tag lesen und es ist verdammt spannend.

1922
Eine Novelle (200 Seiten) aus Stephen Kings Sammlung Zwischen Nacht und Dunkel; orig. Full Dark, No Stars.
Der Hauptcharakter beschreibt, wie er seine Frau tötete, was danach geschah... Er stiftete den Jungen dazu an. letzterer flieht am Ende mit seiner schwangeren Freundin, beide sterben, sie durch einen Schuss bei einem Überfall (der Barbesitzer wehrt sich), er nach ihrem Tod durch Selbstmord.
Und der Protagonist wird vons einer toten Frau Arlette besucht. Die Königin der Ratten. Überhaupt spielen diese Tiere in der Geschichte eine große Rolle.
Obwohl ich viel Stephen King lese, bin ich eher ein Happy-End-Typ. Hier kommt es nicht dazu. Und Ratten kann ich spätestens jetzt nicht mehr ausstehen. Eigentlich schon nicht mehr seit Nachtschicht. Ehrlich gesagt habe ich mich beim Lesen schon irgendwie gegruselt und musste mir danach sagen, dass das alles nur Fiktion ist. Zwar zieht sich die Geschichte an einigen Stellen, aber der Horror durch die Ratten, Geister und was weiß ich ist immer da. Und natürlich die Schuldgefühle, dass er für alles verantwortlich ist - auch den Tod von Sohnemann Henry und dessen Freundin Shannon.
Alles in allem gut gelungen, klassicher Horror und dafür sogar sehr gut.
Ich hasse Ratten.
~Lex o'Dim